US Open

Federer verliert Tenniskrimi gegen Djokovic in fünf Sätzen

Roger Federer spielt erneut nicht um den US-Open-Titel. In einem spektakulären Halbfinal unterliegt der Schweizer dem Serben Novak Djokovic trotz 2:0-Satzführung und zwei Matchbällen in fünf Sätzen.

7:6 (9:7), 6:4, 3:6, 2:6, 5:7 hiess es nach 3 Stunden und 51 Minuten aus Sicht des Schweizers, der damit seinen 24. Einzug in einen Major-Final verpasst. Endspielgegner des Weltranglisten-Ersten aus Serbien ist entweder Rafael Nadal und Andy Murray. Der "Djoker" hat damit die Chance auf seinen dritten Grand-Slam-Titel dieser Saison nach den Triumphen in Australien und Wimbledon.

Für Federer gab es in der letzten Phase der Partie die bitterste Duplizität der Ereignisse: Nachdem er im Vorjahr im Halbfinal dem Serben nach zwei vergebenen Matchbällen unterlegen war, fehlte ihm diesmal bei 5:3, 40:15 wieder nur ein Pünktchen zum Einzug in den 24. Major-Final. Im Gegensatz zu 2010 hatte er diesmal sogar eigenen Aufschlag, aber dies änderte nichts, im Gegenteil: Djokovic wehrte den ersten Matchball mit einem der wohl schnellsten Vorhand-Returns in der Turniergeschichte ab und hatte dann Glück, dass Federers Vorhand beim nächsten Punkt via Netzkante ins Out segelte. Kurz darauf nützte er dann seinen ersten Siegpunkt nach 3:5

In seinen 48. ersten Grand-Slam-Turnieren hatte Federer nie nach Zweisatz-Führung noch verloren, nun ist ihm dies zum zweiten Mal in Serie passiert. In Wimbledon war er im Viertelfinal an Jo-Wilfried Tsonga gescheitert, ohne sich in den letzten dreieinhalb Stunden der Partie auch nur einen Breakball zu erspielen. Auch für Djokovic war die Partie ein seltenes Ereignis: Er hatte bisher erst einmal nach 0:2 noch gewonnen, 2005 in Wimbledon gegen Guillermo Garcia-Lopez.

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