ATP Miami

Federer verliert Startspiel und Nummer 1 an Nadal

Roger Federer serviert gegen Thanasi Kokkinakis

Roger Federer serviert gegen Thanasi Kokkinakis

Roger Federer scheidet in Miami in seinem Startspiel aus. Der Schweizer Vorjahressieger verliert gegen den 15 Jahre jüngeren Thanasi Kokkinakis nach starkem Beginn 6:3, 3:6, 6:7 (4:7).

Durch die verlorenen Punkte muss Federer die Führung in der Weltrangliste Anfang nächster Woche wieder an Rafael Nadal abtreten, der sich derzeit von einer Verletzung erholt und auf die Sandsaison zurück sein will.

Gegen den wegen Verletzungen in der Weltrangliste nur auf Platz 175 rangierten Kokkinakis zeigte Federer zwei Gesichter. Die vergebenen Matchbälle im Final von Indian Wells und der Abstecher nach Chicago auf dem Weg nach Miami, um den Laver Cup zu promoten, schienen zunächst keine sichtbaren Spuren hinterlassen zu haben. Nach überzeugendem erstem Satz war Federer aber plötzlich verwundbar.

Begonnen hatte er voller Spielfreude. Den ersten Durchgang brachte er dank eines Breaks zum 3:1 und grundsolidem Service nach einer guten halben Stunde scheinbar unantastbar ins Trockene. Besonders sehenswert war ein hinter dem Rücken gespielter Volley beim Stand von 3:1 - mit dem Schönheitsfehler, dass Federer den Punkt in der Folge verlor.

Doch dann es kam es zum Bruch. Vielleicht wähnte sich Federer zu früh in Sicherheit, auf jeden Fall servierte er einige Games lang schwach und beging auch in der Folge ungewohnte Fehler, woraus Kokkinakis Profit schlug. Die Schwächephase Federers zu Beginn des zweiten Satzes nutzte er praktisch aus dem Nichts zu seinem ersten Break. Und sein zweites Minibreak zum 5:3 im entscheidenden Tiebreak gab er nicht mehr aus der Hand.

Der 21-jährige Australier, der auf seinem Weg in die Weltspitze durch diverse Verletzungen während 22 Monaten ausser Gefecht war und in der Schweiz Bekanntheit erlangte wegen einer verbalen Entgleisung seines Kollegen Nick Kyrgios in einem Spiel gegen Stan Wawrinka ("Kokkinakis hatte Sex mit deiner Freundin"), spielte natürlich auch viel besser, als es sein Ranking vermuten liess. Dazu zeigte er in der Schlussphase keine Nerven, nachdem er sich auf dem Weg ins entscheidende Tiebreak schon einige Male aus der Bedrängnis befreit hatte.

Meistgesehen

Artboard 1