Den Auftakt machte Federer (ATP 3), der sich beim 6:1, 6:1 gegen Cameron Norrie (ATP 91) keine Blösse gab, im Anschluss setzte sich auch Bencic (WTA 54) gegen Katie Boulter (WTA 97) 6:2, 7:6 (7:0) durch. Auch das abschliessende Mixed, das wie in den Vorjahren für Unterhaltung und einige spektakuläre Ballwechsel sorgte, entschieden die Schweizer Titelverteidiger in zwei Sätzen für sich.

Nach zwei umkämpften ersten Games, die zehn Minuten dauerten und in denen Federer (ATP 3) bei eigenem Service 0:40 zurückgelegen hatte, fand Federer gegen Norrie seinen Rhythmus; in der Folge liess er seinem Gegenüber kaum eine Chance mehr. Vor allem beim Aufschlag war Federer eine Klasse besser als Norrie, gegen den der Schweizer das erste Mal spielte.

Nach gut einer halben Stunde verwertete Federer in der Perth Arena seinen vierten Satzball mit einem Volley mit der Vorhand zur Satzführung, im zweiten Durchgang ging es im gleichen Stil weiter. Nach weniger als einer Stunde beendete Federer mit einem weiteren Break die Partie. "Es war ein wunderbares Spiel", sagte Federer, der 26 Winner schlug und 68 Prozent der ersten Aufschläge ins Feld brachte.

Zum dritten Mal in Folge eröffnet Federer seine Saison an der australischen Westküste, 2017 und 2018 gewann er später jeweils das Australian Open in Melbourne. "Es ist einfacher, einen Titel zu verteidigen", sagte Federer nach der Partie. Noch sei es aber ein sehr weiter Weg, "aber ich bin bereit". Im letzten Jahr gewann Federer zusammen mit Bencic auch den Hopman Cup.

Im Gegensatz zu Federer hatte Bencic in ihrem Einzel gegen Boulter wesentlich mehr zu kämpfen. Nachdem die 21-Jährige aus Wollerau im zweiten Satz einen Breakvorsprung preisgegeben hatte, setzte sie sich aber im Tiebreak souverän durch. Mit einem Ass beendete Bencic nach 1:43 Stunden das erste Aufeinandertreffen mit der 22-Jährigen aus Leicester und sicherte dem Titelverteidiger den ersten Sieg.

Ihren nächsten Auftritt haben Bencic und Federer an Neujahr, wenn sie im zweiten Gruppenspiel auf die USA treffen. Dort kommt es zu dem mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen zwischen Federer (20 Grand-Slam-Titel) und Serena Williams (23).