Sportpolitik

Federer möchte ATP und WTA fusionieren

Macht sich im Zuge der Coronavirus-Pandemie Gedanken über die Zukunft des Tennissports: Roger Federer

Macht sich im Zuge der Coronavirus-Pandemie Gedanken über die Zukunft des Tennissports: Roger Federer

Roger Federer macht sich in der tennislosen Zeit Gedanken über die Zukunft seines Sports. Sein revolutionärer Vorschlag: eine Fusion des Männerverbands ATP und des Frauenverbands WTA.

Federer präsentierte seine Idee auf Twitter. "Ich wundere mich einfach", begann der 20-fache Grand-Slam-Champion eine Reihe von Tweets. "Bin ich der Einzige, der sich fragt, ob jetzt nicht die Zeit wäre, dass sich das Männer- und das Frauentennis zusammenschliessen?" Er spreche von einer Fusion der beiden Verbände ATP und WTA, nicht von einer Zusammenlegung der jeweiligen Turniere, präzisierte der 38-jährige Basler weiter.

Später erklärte er auch noch seine Überlegungen hinter dem Vorschlag. Es sei für die Fans eher verwirrend, dass nicht alle unter dem gleichen Logo, mit dem gleichen Rankingsystem oder den gleichen Turnierkategorien agieren. "Wahrscheinlich hätte dies schon vor langer Zeit passieren sollen", so Federer. "Aber jetzt ist vielleicht wirklich der Moment gekommen. Das sind harte Zeiten, und wir können daraus mit zwei geschwächten oder einer starken Organisation herauskommen."

Die Unterstützung für Federer liess nicht lange auf sich warten. "Ich bin absolut einverstanden, dass es eine exzellente Sache wäre, wenn wir aus dieser Krise mit einer gemeinsamen Organisation für die Männer und Frauen herauskommen würden", schrieb der Weltranglistenzweite Rafael Nadal. Und Simona Halep, die Nummer 2 bei den Frauen, tweetete kurz und bündig: "Du bist nicht der Einzige."

Federer und Nadal gehören seit vergangenem Sommer wieder dem ATP-Spielerrat an, den der Schweizer von 2008 bis 2014 präsidiert hatte. Die ATP (Association of Tennis Professionals) wurde 1972 als Spielergewerkschaft gegründet, auf die Saison 1990 wurde die ATP Tour in der heutigen Form, in der sowohl Spieler als auch Turnierorganisatoren vertreten sind, ins Leben gerufen. Die Women's Tennis Association (WTA) existiert seit 1973.

Reaktionen auf Federers Vorschlag gab es von den Verantwortlichen der beiden Organisation zunächst keine. Derzeit ruht das Profitennis wegen der Coronavirus-Pandemie weltweit bis mindestens 8. Juli.

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