Die Partie gegen die spanische Weltnummer 2 begann wegen Regens erst mit rund dreistündiger Verspätung. Federer liess sich jedoch weder durch die Wartezeit noch durch den böigen Wind während des Spiels aus dem Konzept bringen und zeigte eine herausragende Leistung.

Federer spielte äusserst effizient und nutzte seine ersten drei Breakmöglichkeiten zu Servicedurchbrüchen. Im zweiten Umgang servierte der Schweizer beim Stand von 5:2 zum Matchgewinn, Nadal vermochte die Niederlage zunächst jedoch noch einmal abzuwenden. Der Mallorquiner war auf 4:5 herangekommen, ehe Federer die Partie nach einer kurzen Regenpause nach anderthalb Stunden mit einem Ass beendete.

"Ich hatte einen grossartigen Tag. Trotz der widrigen Bedingungen war es ein gutes Spiel", sagte Federer nach seinem Triumph. Er könne nicht glücklicher sein, denn Nadal zu schlagen, sei immer etwas Spezielles. Mit seinem 15. Sieg auf der ATP-Tour de suite verkürzte Federer im Head-to-Head gegen den Weltranglisten-Zweiten auf 10:18.

Im Final trifft Federer überraschenderweise auf John Isner. Der amerikanische Hüne besiegte den Vorjahressieger und Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic im ersten Halbfinal 7:6, 3:6, 7:6. Im Direktduell gegen Isner führt Federer mit 2:1 Siegen. An die letzte Begegnung erinnert sich der 16-fache Gewinner von Grand-Slam-Turnieren jedoch nur ungern. Im Davis Cup in Freiburg musste sich Federer dem Amerikaner in vier Sätzen geschlagen geben.