Australian Open
Federer: «Hoffentlich spiele ich nie mehr gegen Simon»

In einem nervenaufreibendem Fünf-Satz-Spiel gegen den Franzosen Gilles Simon behielt Roger Federer am Australian Open am Schluss die Oberhand. Er habe es genossen, sagte er danach. Und: Er hoffe, nie mehr gegen Simon spielen zu müssen.

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Roger Federer hatte in der 2. Runde zu beissen.

Roger Federer hatte in der 2. Runde zu beissen.

Keystone

Roger Federer hatte eben den Match gegen den Franzosen Gilles Simon siegreich nach Hause gebracht, da wartete bereits die nächste Hürde auf ihn. Das Siegerinterview auf dem Center Court in Melbourne mit dem ehemaligen Spitzenspieler Jim Courier.

«Ich habe es genossen»

«Ich habe es genossen», sagte Federer und gab sich betont locker. Er liebe solche Stresssituationen. Er habe nicht damit gerechnet gegen Simon in drei Sätzen zu gewinnen, erklärte die Nummer 2 der Tennis-Welt. Er sei daher sehr erstaunt gewesen, wie gut die ersten beiden Sätze gelaufen seien.

Im dritten Satz verlor der Schweizer dann aber plötzlich den Tritt. Er kassierte drei Breaks in Serie. «Das war schon komisch, ich werde nicht oft dreimal hintereinander gebreakt», sagte Federer. «Mit meinen zwei Breaks hätte ich die Partie eigentlich nach Hause bringen sollen.»

«Nie mehr gegen Simon»

Im fünften Satz hat King Roger dann einfach gehofft, dass Simon müde wird und Fehler mache. Genau das ist dann auch passiert. Trotzdem war Federer des Lobes voll über seinen Gegner.
«Er ist ein grossartiger Spieler, Matches gegen ihn sind nie einfach. Jedes Mal, wenn wir aufeinander treffen, geht es über die volle Distanz. Hoffentlich spielen wir nie mehr gegeneinander», so der Baselbieter.

«Hörst Du mir überhaupt zu»

Federer hat es also wieder einmal geschafft. Wann er zuletzt bei einem Major-Turnier vor der dritten Runde ausgeschieden sei, wollte Courier noch von ihm wissen. «Das war in Paris in der dritten Runde gegen Gustavo Kuerten, 6:4, 6:4, 6:4», so Federer. «In welchem Jahr», wollte Courier wissen. «2004», lautete Federers Antwort. «Wenn ich mich nicht falsch informiert habe, stimmt das nicht», meinte Courier. «Es war 2003.» Federer schüttelte den Kopf. «Ich hatte gesagt, vor der dritten Runde und nicht in der dritten Runde. Hörst du mir überhaupt zu?» «Ich habe gerade einen Fünfsätzer gespielt», entgegnete Federer mit einem breiten Grinsen und verabschiedete sich. Das Publikum tobte. (rsn)

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