Roger Federer findet zwar, dass die Rivalität zwischen ihm und Rafael Nadal immer die speziellste bleiben werde. Was die Qualität des Tennis angeht, dürften die Partien zwischen ihm und Novak Djokovic aber mindestens ebenbürtig sein. Der Schweizer erklärt auch gleich wieso: "Wir müssen uns nicht taktisch umstellen wie gegen einen Linkshänder. Wir können unser Spiel spielen, und der Bessere gewinnt."

Das war in letzter Zeit häufig der 33-jährige Basler. In den letzten 13 Monaten - nach seinem "Krisenjahr" 2013 - hat er vier von sechs Duellen für sich entschieden. Insgesamt führt er in den Direktbegegnungen 20:17. Auch die letzte Partie der beiden vor drei Wochen im Final des Turniers in Dubai ging an den Schweizer. Dennoch hat er Revanchegelüste. Vor einem Jahr lieferten sich Djokovic und Federer an gleicher Stätte im Final ein Duell auf höchsten Niveau, das in der knappstmöglichen Entscheidung mündete. Der Serbe gewann nach zweieinviertel Stunden im Tiebreak des dritten Satzes.

"Ich brauche eine extra spezielle Leistung, um zu gewinnen", ist sich Federer bewusst. "Er macht kaum Fehler und bewegt sich fantastisch." Djokovic gibt die Blumen zurück. "Das ist der ultimative Final", betont er. "Wenn ich meinen Titel verteidigen will, brauche ich definitiv mein bestes Tennis." Die Nummern 1 und 2 der Welt befinden sich jedenfalls in Topform und haben den Final beide ohne Satzverlust erreicht.

Roger Federer ist in der kalifornischen Wüste mit vier Titeln (2004, 2005, 2006, 2012) Rekordsieger. Djokovic könnte allerdings mit seinem vierten Erfolg (nach 2008, 2011 und 2014) zu ihm aufschliessen.