Nach Halbfinal-Niederlage
Fans trösten Federer auf Facebook: «Du bist der Everest des Tennis»

Nach der Fünf-Satz-Niederlage gegen Andy Murray dürfte die Enttäuschung bei Roger Federer riesig sein. Der Schweizer kann sich aber auf seine Fans verlassen: Auf Facebook spenden sie ihm aus aller Welt Trost und bauen in wieder auf.

Thomas Schlittler
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Roger Federer an der Pressekonferenz nach seiner Niederlage gegen Andy Murray.

Roger Federer an der Pressekonferenz nach seiner Niederlage gegen Andy Murray.

Roger Federer hat heute im Halbfinale der Australian Open seinen Meister gefunden: Der Schweizer verliert in einem Fünfsatz-Krimi gegen Andy Murray mit 4:6, 7:6 (7;5), 3:6, 7:6 (7:2) und 2:6. Federer hatte nicht seinen besten Tag, während der Schotte eine Top-Leistung abrufen konnte. Überzeugt hat Federer aber mit seinem Kampfgeist.

Tausende Fans vom ganzen Globus honorieren die Willensleistung des 31-Jährigen auf Facebook: «Du hast einen fantastischen Job gemacht heute», schreibt Chris Lee aus Peking. Er sei stolz darauf, Federers Fan zu sein. Christine Smith aus England schreibt Federer, er solle nicht allzu enttäuscht sein: «Du hast uns mit fabelhaftem Tennis gesegnet.» Der Brasilianer David J. Junior wiederum beteuert seine Treue zu Federer: «Ob du gewinnst oder verlierst – ich steh zu dir.»

Ausralien liebt Federer

Für die meisten Fans ist Federer auch nach dieser Niederlage ein Held: «Du bist der Everest des Tennis», meint Munavvar Shafeek aus Indien. Auch für die Rumänin Laur Sen steht ausser Frage, dass Federer «immer noch der König» ist und das auch «immer bleiben» wird. Besonders in Australien scheint Federer grosse Sympathien zu geniessen: «Australien liebt dich», schreibt Shane Hendriks aus Down under. Und Linda Kelly ergänzt: «Da ist keiner wie du, Roger.» Die Chinesin Yijin Cai gibt gar eine kleine Liebeserklärung ab: «Du bist der Champion in unserem Herzen.»

Ein Teil der Fans beklagt sich über das schwierige Tableau für die Weltnummer zwei: «Die Auslosung war manipuliert. Es sieht so aus als hätten die anderen immer Glück mit», klagt Michael Chower aus Südkorea. Auch die Australierin Kim-leeanne King hadert mit dem Schicksal: «Wieso war deine Auslosung so viel härter?»

Nur ein paar wenige Fans wenden sich von Federer ab und machen ihm Vorwürfe: «Was zur Hölle hast du gemacht?», ärgert sich der Londoner Hamoun Sobri. Murray sei doch nur ein Kind. Und Avin Arjoonsingh aus Wales legt dem Schweizer sogar den Rücktritt nahe: «Wenn dich sogar Murray beginnt zu schlagen, ist es Zeit aufzuhören.»