Murray, der heute Montag Roger Federer als Nummer 2 der Welt verdrängt, und Djokovic lieferten sich wie fast immer einen Abnützungskampf auf höchstem Niveau. Unterschied zu den letzten acht Duellen: Mit seinem fünften Matchball behielt diesmal Andy Murray die Oberhand und triumphierte beim kanadischen Masters-1000-Turnier zum dritten Mal nach 2009 und 2010. Für den Dominatoren der letzten Jahre war es erst die vierte Niederlage in diesem Jahr.

Murray war bei über 35 Grad Hitze von Anfang an der offensivere und bessere Spieler auf dem Platz und führte schnell 4:1. Zwar kam der Serbe noch einmal auf 4:4 heran, ein weiteres Break sicherte Murray jedoch den ersten Satz. Ein schwaches Aufschlagspiel gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs kostete den Schotten dann den Satz.

Im entscheidenden Set schlug Murray aber wieder zu. Nach dem Break zum 3:1 brauchte er fast 20 Minuten, um seinen Service zum 4:1 zu halten. Djokovic vergab dabei sieben Breakchancen - und bei 3:5 zwei weitere. Doch auch Murray brauchte fünf Matchbälle, ehe er den Sieg auf sicher hatte.

Er widmete den Erfolg seiner Trainerin Amélie Mauresmo. Die Französin hatte am Sonntagmorgen in Frankreich einen Buben geboren - am Nachmittag krönte ihr Schützling den Tag mit dem Titel im fernen Kanada.