Der Weltnummer 1 aus Serbien bestand den ersten richtigen Text gegen den jungen, als Nummer 25 gesetzten Kanadier Denis Shapovalov. Djokovic gewann gegen den Linkshänder 6:3, 6:4, 4:6, 6:0.

Der sechsfache Australian-Open-Champion hatte alles im Griff, bis er bei einer 4:1-Führung im dritten Satz eine halbstündige Schaffenspause einlegte. Djokovic nervte sich über Scheinwerfer, die angestellt wurden und bekundete Mühe mit dem Licht-Schatten-Spiel in der Rod Laver Arena. Shapovalov gewann so fünf Games in Folge, ehe es mit der Herrlichkeit genau so plötzlich wieder zu Ende war. Im vierten Satz machte der Serbe wieder klar, wer der Chef auf dem Platz ist.

"Ich habe mich aufgeregt", redete Djokovic seinen Einbruch nicht schön. "Das sollte mir nicht passieren. Eigentlich weiss ich es besser." Er habe Shapovalov, der zuvor ziemlich fehlerhaft gespielt habe, wieder ins Spiel zurück gelassen. Der Serbe erhielt für eine verbale Ausfälligkeit auch noch eine Verwarnung. "Aber ich finde es gut, dass ich getestet wurde und dass ich im vierten Satz sehr gut spielte", schloss er mit einer positiven Note.

In der 4. Runde trifft Djokovic auf einen weiteren aufstrebenden Jungstar. Gegner ist am Montag in Melbourne der 22-jährige Russe Daniil Medwedew, die Nummer 19 der Welt.

Serena Williams überzeugt weiter

Serena Williams verrichtet in Melbourne weiterhin Kurzarbeit. In ihren ersten drei Partien hat die 23-fache Grand-Slam-Gewinnerin nur neun Games abgegeben und insgesamt gerade mal 3 Stunden und 6 Minuten auf dem Platz verbracht. Im Generationenduell wies die 37-jährige Williams die nicht mal halb so alte Jastremska klar in die Schranken.

Als Serena Williams 1999 am US Open gegen Martina Hingis ihren ersten Major-Titel gewann, war die Ukrainerin noch nicht einmal geboren. Mit einem 24. Sieg würde Williams zur Rekordhalterin Margaret Court aufschliessen. Ihren letzten Grand-Slam-Titel holte sie vor zwei Jahren am Australian Open - im zweiten Schwangerschafts-Monat.

Im Achtelfinal kommt es am Montag nicht zum Schwestern-Duell, dafür fordert Serena die Weltnummer 1 heraus. Die Rumänin Simona Halep überzeugte erstmals im diesjährigen Turnier und setzte sich gegen Venus Williams deutlich 6:2, 6:3 durch. "Ich hätte es natürlich lieber, wenn meine Schwester gewinnen würde", hatte Serena zuvor gesagt. "Aber ich würde mich auf die Herausforderung gegen Halep freuen." Seit der Geburt von Töchterchen Olympia vor gut 16 Monaten hat Williams nicht mehr gegen die Nummer 1 gespielt.