Im Duell der beiden letzten Gewinnerinnen von Grand-Slam-Turnieren bewies Kvitova vor allem kämpferische Qualitäten. Beim Stand von 5:7, 0:1 wehrte die Wimbledonsiegerin aus Tschechien einen Breakball der US-Open-Championne ab und zog dann davon. Erst, als sie bei 5:0 im Schlusssatz den Finaleinzug vor Augen hatte, begann der linke Arm Kvitovas zu zittern. Stosur schaffte noch drei Gamegewinne, ehe Kvitova erfolgreich ausservierte.

Die 21-Jährige ist die erste Spielerin seit Maria Scharapowa 2004, die bei ihrer Masters-Premiere im Endspiel steht. Mit einem Sieg würde sie nicht nur 1,75 Millionen US-Dollar einstreichen, sondern auch ein Jahr krönen, das sie von ausserhalb der Top 30 bis auf Platz 3 führte und in dem sie auch die Titel in Brisbane, Paris (in der Halle), Madrid und Linz gewann.

Zwischen ihr und dem Titel steht nun nur noch Asarenka. Die Weissrussin machte mit Vera Swonarewa resultatmässig kurzen Prozess und siegte 6:2, 6:3. Die Powerspielerin brauchte aber fast eindreiviertel Stunden zum Sieg über die Russin. Sie möchte heute den vierten Titel des Jahres nach Key Biscayne, Marbella und Luxemburg gewinnen und gleichzeitig den bedeutendsten ihrer Karriere.