Wie nach den Äusserungen aller Beteiligten am Freitag zu erwarten, schonte der Schweizer Davis-Cup-Captain Severin Lüthi seine Stars Stanislas Wawrinka (ATP 3) und Roger Federer (ATP 8) im Doppel. Mit einer 2:0-Führung im Rücken konnte er sich dieses kleine Risiko leisten.

Auch die Serben wechselten nicht an der angekündigten Aufstellung, was eine kleine Überraschung war. Marco Chiudinelli (ATP 180) und Michael Lammer (ATP 441) trafen nicht wie erwartet auf das Duo Nenad Zimonjic (ATP 1355) und Ilija Bozoljac (ATP 268). Zimonjic, die Nummer 12 im Doppel-Ranking, trat stattdessen mit Davis-Cup-Neuling Filip Kraijnovic (ATP 237) an.

Die Partie war über weite Strecken ausgeglichen. Das Duo Chiudinelli/Lammer behielt in den Tiebreaks in den Sätzen 1 und 3 die Nerven und entschied die Kurzentscheidungen beide klar für sich. Den zweiten Satz sicherten sich die Serben dank einem Break gegen den Aufschlag von Lammer. Der vierte Satz wurde zum Schweizer Schaulaufen. Chiudinelli und Lammer spielten stark, breakten die Serben zweimal und sorgten so für den vorzeitigen Einzug in den Davis-Cup-Viertelfinal.

Auch wenn für die abschliessenden beiden Einzel vom Sonntag noch Roger Federer und Stanislas Wawrinka gemeldet sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass Marco Chiudinelli und Michael Lammer je zu einem zweiten Einsatz kommen. Das definitive Aufgebot muss erst eine Stunde vor dem Spiel bekanntgegeben werden.

Serbien - Schweiz (in Novi Sad, Halle) 0:3. Filip Krajinovic/Nenad Zimonjic u. Marco Chiudinelli/Michael Lammer 6:7 (3:7), 6:3, 6:7 (2:7), 2:6. - Sonntag (13.00 Uhr): Lajovic - Federer, Bozoljac - Wawrinka. - Die Aufstellungen der verbleibenden zwei Einzel können bis eine Stunde vor Spielbeginn ohne Angabe von Gründen geändert werden.