Nach den beiden Einzel-Siegen von Federer und Kerber musste erneut das Mixed im Duell zwischen der Schweiz und Deutschland die Entscheidung bringen. In diesem siegten Bencic und Federer nach einem spektakulären Duell, in dem beide Teams beim letzten Ballwechsel im Mini-Tiebreak Matchball hatten, 4:0, 1:4, 4:3 (5:4).

Für Federer war es bereits der dritte Titel am Hopman Cup, womit er zum Rekordsieger des seit 1989 durchgeführten Events avancierte. 2001 gewann er an der Seite von Martina Hingis, 2018 und 2019 holte er den Titel mit Bencic.

Federer hatte dank einer starken Leistung gegen Alexander Zverev die Schweiz in Führung gebracht, er besiegte die Nummer 4 der Welt 6:4, 6:2. Im Anschluss verlor Belinda Bencic ihr Einzel gegen Angelique Kerber, die Nummer 2 der Welt, 4:6, 6:7 (6:8).

Federer deutete in seiner Partie an, dass er für das in gut einer Woche beginnende Australian Open in Melbourne bereit ist. Nach den lockeren Siegen gegen Cameron Norrie und Frances Tiafoe und dem Erfolg in zwei Tiebreaks gegen Stefanos Tsitsipas steigerte er sich gegen Zverev noch einmal.

Von Beginn an spielte der 37-jährige Baselbieter sehr aggressiv und suchte immer wieder die Offensive - mit Erfolg. Er gewann bei eigenem Aufschlag die ersten 13 Punkte und servierte auch in der Folge sehr stark. Er musste dem Sieger der ATP-Finals keinen einzigen Breakball zugestehen.

Bencic bewies im Duell mit Kerber Kampfgeist. Zweimal servierte die Deutsche im zweiten Satz zum Matchgewinn, zweimal kämpfte sich Bencic zurück. Auch im Tiebreak vermochte sie die ersten beiden Matchbälle abzuwehren, ehe sie doch noch den Kürzeren zog. Für Kerber war es wie für Federer der vierte Sieg im vierten Einzel in dieser Woche.