WTA Finals

Bencic muss gegen Titelverteidigerin Switolina aufgeben

Belinda Bencic bekundete Pech und wurde von gesundheitlichen Problemen gestoppt

Belinda Bencic bekundete Pech und wurde von gesundheitlichen Problemen gestoppt

Pech für Belinda Bencic: Die Schweizerin muss an den WTA Finals in Shenzhen im Halbfinal gegen Titelverteidigerin Jelina Switolina beim Stand von 7:5, 3:6, 1:4 wegen Krämpfen aufgeben.

Belinda Bencic versuchte alles und biss auf die Zähne. Doch als sie auch im dritten Satz sofort ein Break kassierte und sich von Krämpfen geplagt sichtlich gehandicapt auf dem Platz bewegte, brach sie das Unterfangen ab und gratulierte ihrer Gegnerin zum Finaleinzug.

Erstmals waren die Probleme im neunten Games offensichtlich geworden, als Bencic sich mehrmals an den hinteren rechten Oberschenkel fasste und beim folgenden Seitenwechsel versuchte, die Stelle mit einem Tennisball zu massieren. Zwei Games später liess sie sich von der Physiotherapeutin behandeln.

Bencic bewies aber Kampfgeist, gewann dank einem starken Return-Game verdient den ersten Satz. Doch die gesundheitlichen Probleme wurden mit Fortdauer der Partie nicht besser - im Gegenteil. Immer wieder musste sie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, bis die Situation aussichtslos wurde. "Ich wollte nicht aufgeben und den Match beenden", sagte sie. "Aber es war unmöglich." Als möglichen Grund für die viele Aufgaben - bereits Naomi Osaka, Bianca Andreescu und Kiki Bertens hatten Forfait erklären müssen - nannte die Schweizerin die Platzverhältnisse an der Finals-Premiere in Shenzhen, die alles andere als ideal seien.

Trotz allem zufrieden

Die Aufgabe war das bittere Ende eines herausragenden Jahres von Bencic, in dem sie die Turniere in Dubai und Moskau gewann, am US Open erstmals einen Grand-Slam-Halbfinal erreichte und wieder in die Top Ten zurückkehrte. Auf den letzten Drücker qualifizierte sie sich als erste Schweizerin seit Martina Hingis 2006 für das Saisonfinale der besten acht.

Auch in Shenzhen stellte die 22-Jährige aus Wollerau ihre Qualitäten unter Beweis, liess sich von der Niederlage und den Fussproblemen in der Startpartie gegen Ashleigh Barty nicht entmutigen und zog bei ihrer Premiere dank zwei Siegen in der Round Robin gleich in die Halbfinals ein - wie Martina Hingis 1996, als diese in New York erst im Final an Steffi Graf scheiterte. "Ich bin sehr zufrieden, wie ich gespielt und gekämpft habe", stellte sie trotz der Enttäuschung zurecht fest.

Switolina kassierte zwar ihren ersten Satzverlust in dieser Woche, verlängerte mit dem Sieg aber ihre Serie an den WTA Finals auf zehn Siege. Im Final trifft sie am Sonntag auf die australische Weltnummer 1 Ashleigh Barty, die sich gegen Karolina Pliskova (WTA 2) aus Tschechien 4:6, 6:2, 6:3 durchsetzte. Im Fall eines weiteren Sieges winkt der ungeschlagenen Switolina das Rekord-Preisgeld von insgesamt 4,725 Millionen Dollar.

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