Am 8. August feierte Roger Federer seinen 32. Geburtstag. Blickt man auf die Siegerlisten der Grand-Slam-Turniere seit 1968 (Beginn der Open-Ära), dann sehen die Perspektiven des Baselbieters alles andere als rosig aus. Lediglich sieben Mal gewann ein Spieler, der diese «magische Altersschwelle» überschritten hatte. Viermal triumphierte der Australier Ken Rosewall. 1968 als 33-Jähriger an den French-Open, 1970 als 35-Jähriger an den US-Open sowie 1971 und 1972 als 36- , bzw. 37-Jähriger an den Australian Open. Ebenfalls zu Beginn der Open-Ära waren der Spanier Andrès Gimeno 1972 als 34-Jähriger an den French-Open und Arthur Ashe 1975 als 32-Jähriger in Wimbledon erfolgreich.

Seit 1975 sieht es für die «Oldies» auf der ATP-Tour allerdings zappenduster aus. Nur André Agassi schaffte 2003 als 32-Jähriger einen Exploit und gewann die Australian-Open. Andere Superstars wie Pete Sampras, Ivan Lendl oder Jimmie Connors feierten ihre letzten grossen Siege, als sie um die 30 Jahre alt waren. Apropos Connors: Der schaffte 1991 als 39-Jähriger (!) immerhin noch den Einzug in die Halbfinals der US-Open.

Allerdings: Wenn es ein Spieler schafft, diese Schwelle zu durchbrechen, dann wohl Roger Federer. Schliesslich hat kaum ein anderer Spieler eine ganze Ära so geprägt wie der 17-fache Grand-Slam-Sieger.