Bevor der grosse Regen kam und den Spielbetrieb für fast drei Stunden lahmlegte, hatte Timea Bacsinszky ihren Sieg bereits ins Trockene gebracht. Mit einem nie gefährdeten 6:4, 6:2-Erfolg über die Französin Pauline Parmentier zog die 26-Jährige in den Achtelfinal der French Open ein.

In den ersten drei Runden hat die Lausannerin damit keinen einzigen Satz abgegeben und hinterliess bisher einen überzeugenden Eindruck. Das macht Lust auf mehr – zumal ihr Selbstvertrauen intakt zu sein scheint. Bacsinszky gelang es auch gegen Parmentier, zuzulegen, als die Französin im zweiten Satz noch einmal dagegenzuhalten versuchte. Sie steht damit zum dritten Mal in ihrer Karriere in der 2. Woche eines Grand-Slam-Turniers, zum zweiten Mal in Paris.

Stan Wawrinka überzeugte bei seinem dritten Auftritt in Paris.

Stan Wawrinka überzeugte bei seinem dritten Auftritt in Paris.



Im vergangenen Jahr endete ihr Weg in Roland Garros bekanntlich erst im Halbfinal, wo sie in drei Sätzen an Serena Williams scheiterte. Mit Serenas Schwester Venus wartet im Achtelfinal nun allerdings eine heikle Aufgabe auf Bacsinszky. Gegen die US-Amerikanerin hat sie die beiden bisherigen Duelle verloren. Beim US-Open 2014 schied sie in der 2. Runde aus, an den Olympischen Spielen 2008 in Peking in der 1. Runde. «Es wird auf jeden Fall eine sehr schwierige Partie. Zu diesem Zeitpunkt des Turniers gibt es allerdings keine leichten Gegner mehr», sagt Bacsinszky.

Stan Wawrinka wird heute wieder eingreifen. Der Titelverteidiger geht als klarer Favorit in seinen Achtelfinal gegen den Serben Viktor Troicki. Wawrinka gewann alle vier bisherigen Duelle gegen den 30-Jährigen. Ihre bisher einzige Begegnung auf Sand liegt allerdings schon sechs Jahre zurück. 2010 besiegte der Schweizer Troicki in Belgrad in drei Sätzen. «Er ist ein robuster Spieler, der seine eigene Art Tennis spielt. Ich kenne ihn gut», gibt sich Wawrinka zuversichtlich, dass er auch den nächsten Schritt in Richtung Titelverteidigung schafft.


Will man etwas weiter in die zweite Turnierwoche vorausblicken, dann stehen die Chancen von Wawrinka, sich zumindest wieder zurück in den Final zu qualifizieren, nicht allzu schlecht. Nach Troicki würde im Viertelfinal der an Nummer acht gesetzte Kanadier Milos Raonic, der neuerdings von der US-Legende John McEnroe betreut wird, warten.

Im Halbfinal käme es wohl zum Duell gegen Andy Murray, dessen Formkurve nach mühsamem Start hier in Paris zuletzt nach oben zeigte. Er müsste vorher aber noch den an Nummer 5 gesetzten Japaner Kei Nishikori aus dem Weg räumen.