Tennis
Agassi kritisiert Djokovic: «Es kommt darauf an, was seine Prioritäten sind»

Der Amerikaner spricht über die Trennung von seinem Ex-Schützling. Nach einem halben Jahr hätten sie gemerkt, dass sie nicht zusammenpassten.

Simon Häring
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Novak Djokovic und Andre Agassi haben sich nicht wirklich verstanden.

Novak Djokovic und Andre Agassi haben sich nicht wirklich verstanden.

Keystone

Nur gerade ein halbes Jahr hielten es Andre Agassi (48) und Novak Djokovic (31) zusammen aus. «Wir haben festgestellt, dass wir zu oft nicht einer Meinung waren», sagte Agassi im Winter zur Trennung. «Wir hatten viele harte Gespräche und meistens waren wir nicht der gleichen Meinung», präzisierte der Amerikaner nun im Gespräch mit dem englischen «Guardian».

Er habe Djokovic schon im letzten Sommer geraten, sich am Ellbogen operieren zu lassen. «Doch er hoffte, dass es von alleine besser wird.» Djokovic liess sich im Frühling doch noch operieren. «Ich habe einen Punkt erreicht, an dem ich erkennen musste, dass ich nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems war», sagt Djokovic.

Die Trennung sei dennoch im Guten gewesen, sagt Agassi. Und wenn Djokovic seine Hilfe brauche, stehe er ihm gerne zur Verfügung, «er ist ja ein guter Junge». Dennocht hat Agassi Zweifel daran, ob Djokovic den Anschluss an die Weltspitze wieder schafft. «Es kommt darauf an, was seine Prioritäten im Leben sind und was sein Herz sagt.»

Selber könne er sich durchaus vorstellen, wieder als Trainer zu arbeiten. «Sag niemals nie. Meine ersten Schritte waren herausfordernd, interessant und lehrreich, eine Erweckung», wie Agassi sagt. Auch auf die Frage nach dem Wimbledon-Sieger hatte der Amerikaner eine Antwort. «Es ist für viele schockierend, aber ich glaube, es wird Federer», sagte Agassi mit einem Schmunzeln.