Tennis
Belinda Bencic verpasst Turniersieg in Berlin – und Rückkehr in die Top Ten der Weltrangliste

Belinda Bencic unterliegt der Russischen Qualifikantin Ludmilla Samsonowa (22, WTA 106) im Final des Rasenturniers von Berlin mit 6:1, 1:6, 3:6, und verpasst damit ihren ersten Turniersieg seit 2019.

Simon Häring
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Belinda Bencic verpasst den Turniersieg in Berlin.

Belinda Bencic verpasst den Turniersieg in Berlin.

Bild: Clemens Bilan / EPA

Enttäuschung für Belinda Bencic. Eine Woche vor ihrem Saisonhöhepunkt in Wimbledon verliert die 24-jährige Ostschweizerin den Final beim erstmals ausgetragenen Rasenturnier in Berlin gegen die Russin Ludmilla Samsonowa (22, WTA 106) nach Traumstart mit 6:1, 1:6, 3:6. Samsonowa hatte sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt.

Den ersten Durchgang gewinnt Bencic mit Breaks zum 2:0 und 4:0, beim eigenen Aufschlag bleibt sie ungefährdet. Umgekehrt sind die Vorzeichen im zweiten Durchgang: Samsonowa dominiert diesen nach Belieben. Bencic verhindert mit ihrem ersten Spielgewinn zum 1:5 die Höchststrafe.

Bencics Fehlstart in den dritten Satz

Bencic hatte sich in der ersten Runde und in den Viertelfinals jeweils nach drei Sätzen durchsetzen können, Samsonowa hatte auf dem Weg in den Final nur einen Satz abgeben müssen. Gleich zum Auftakt kassiert Bencic ein Break zum 0:1 - nachdem sie ein 30:0 verspielt hatte. Beim Stand von 2:4 wehrt sie eine weitere Breakchance ab. Und tut das mit einem Ass.

Die Wende? Beim Stand von 3:4 kommt Bencic zu drei Breakchancen, kann diese aber nicht verwerten. Bencic unterliegt mit 6:1, 1:6, 3:6 und verpasst damit ihren fünften WTA-Titel, den ersten seit Herbst 2019 in Moskau. Sie verpasst damit auch die Rückkehr in den Kreis der Top Ten der Weltrangliste, dem sie letztmals im September 2020 angehört hatte.

Qualifikantin Ludmilla Samsonowa gewinnt erstmals ein Turnier.

Qualifikantin Ludmilla Samsonowa gewinnt erstmals ein Turnier.

Bild: Clemens Bilan / EPA

Belinda Bencic: Schwache Finalbilanz

Für Bencic, die bisher vier Turniere gewinnen konnte (2015 in Eastbourne und Toronto, 2019 in Dubai und Moskau) ist es im zwölften Final die achte Niederlage. Im Januar war sie in Adelaide im Final Iga Swiatek unterlegen.

Dennoch erbrachte Belinda Bencic in Berlin den Nachweis, sich auf Rasen besonders wohl zu fühlen. 2015 gewann sie in Eastbourne ihren ersten Titel, dazu stand sie 2015 in s'Hertogenbosch und 2019 in Mallorca im Final. 2013 hatte sie in Wimbledon bei den Juniorinnen den Titel geholt.

Dort hat die 24-Jährige noch eine Rechnung offen: Weiter als bis in die Achtelfinals (2015 und 2018) kam sie noch nie. Nun scheint Belinda Bencic reif für den grossen Wurf. Auch in Wimbledon.

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