Roger Schnegg fordert mindestens 30 Millionen mehr Unterstützung pro Jahr. «Wollen wir konkurrenzfähig bleiben, brauchen wir mindestens 75 Millionen pro Jahr statt 45 wie heute», sagt der Direktor von Swiss Olympic im Interview mit dem «Sonntagsblick».

Bekommt der Spitzensport dieses Geld nicht, droht Schnegg mit Konsequenzen: «Ohne Geld kein Gold. Spätestens in zehn Jahren wird es mit Medaillen schwierig.»

Der Bundesrat hat eine Erhöhung der Unterstüzung abgelehnt, Schnegg hofft daher nun aufs Parlament: «Wenn ich bedenke, wie gern sich jeder Politiker mit Roger Federer ablichten lässt, erwarte ich von der Politik ein klares Bekenntnis zum Leistungssport.»

Das Geld sei nötig zur finanziellen Unterstützung der aktiven Athleten und für Investitionen in den Nachwuchsbereich. Schnegg: «Ohne professionelle Strukturen – Profi-Trainer, Physiotherapeuten, Anlagen – wird auch das grösste Talent kein Roger Federer.»