Triathlon
Sven Riederer und Co. sind auf Wiedergutmachungstour

Nach den eher ernüchternden Ergebnissen in Stockholm sind die Schweizer Elite-Athleten nach Edmonton (Ka) gereist, wo mit dem Grand Final die World Triathlon Series 2014 zu Ende geht.

Reinhard Standke
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Sven Riederer musste in Yokohama leiden

Sven Riederer musste in Yokohama leiden

Keystone

Die in dieser Serie auf den Rängen 1 bis 3 klassierten Athleten erhalten die Medaillen in der Triathlon-WM 2014. Gleichzeitig wird die WM in der U23-Kategorie sowie für Junioren in einem Einzelrennen ausgetragen.

Nachdem die Schweizer Athleten ausser Jolanda Annen über die Sprintdistanz in Stockholm hinter den Erwartungen geblieben sind, erhofft sich Christoph Mauch, Sportdirektor Swiss Triathlon, insbesondere von Sven Riederer eine Steigerung.

Riederer mit der Wut im Bauch

„Die Olympische Distanz kommt ihm eher entgegen, mit der nötigen Wut im Bauch nach Stockholm sollte er einen Top 10 Rang erreichen können.“ Diesen hatte der Walliseller in der Saison 2014 bereits in London und Chicago belegt, bevor ihn der Zehenbruch von Anfang Juli läuferisch zurückgeworfen hatte.

Rang 10 hatte auch Andrea Salvisberg in Yokohama erzielt, nach dem 19. Platz in Chicago hatte er in Hamburg und Stockholm nicht an diese Leistungen anknüpfen können. „Wenn es Andrea gut läuft, sollte jedoch eine Top 20 Rangierung möglich sein“, hofft Mauch.

Bei der einzigen Schweizer Frau im Elite-Startfeld, Céline Schärer hatte sich in der ersten Saisonhälfte auf Langdistanz-Wettkämpfe konzentriert, rechnet der Sportdirektor mit einer Top-30-Klassierung.

Nachwuchs-Konkurrenz mit Fragezeichen

Schwer einzuschätzen ist die Konkurrenz in den U23-Startfeldern. Für Adrien Briffod, der nach dem 13. Rang an der Elite-EM in Kitzbühel, an den WTS-Rennen in Hamburg und Stockholm sowie am Europacup in Genf unglücklich agierte, hofft Mauch auf einen Rang unter den ersten 15, wenn es sehr gut läuft, auf einen unter den ersten 10 Rang.

Jolanda Annen, der nach überstandenen Pfeifferschen Drüsenfieber mit Rang 30 in Stockholm einen geglückten Einstand in die WTS-Serie glückte, sollte auch in Kanada ein gutes Rennen zeigen können und auch für sie sollte ein Top-Ten-Resultat im Bereich des Möglichen liegen.

Der U23-Europameister von 2013, Florin Salvisberg, verpasst aufgrund einer Viruserkrankung dagegen diese Saison komplett. Gute Rennen mit einer je Top-20-Klassierung bei den Juniorinnen und den Junioren erhofft sich Christoph Mauch von den vier Startern Sylvain Fridelance, Max Studer, Estelle Perriard und Julie Derron, die in der Nacht auf Samstag aus Schweizer Sicht die WM eröffnen.

Abenteuerliche Anreise

„Die Endresultate unserer Junioren/innen werden stark von ihrer Schwimmleistung und dem anschliessenden Rennverlauf abhängen". Schwierig gestaltete sich für das Quartett sowie für Schärer und Annen die Anreise nach Edmonton.

Die Athleten mussten wegen eines Sturmes eine Nacht in Chicago verbringen und erreichten einen Tag später am Dienstag bzw. am Mittwoch den Austragungsort des WTS Grand Finals, teilweise jedoch ohne Gepäck. Die Anreise der Männer von Stockholm über Island nach Edmonton verlief dagegen reibungslos.

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