Super League
Zürich bleibt trotz dem 0:4 in Bern Leader der Super League – YB freut sich auf Manchester United

Zürich verliert das Spitzenspiel gegen YB deutlich. Weil Basel im Tessin Punkte liegen lässt, bleibt der FCZ aber Leader. Und YB macht sich warm für Ronaldo.

Raphael Gutzwiller
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Doppeltorschütze Michel Aebischer jubelt.

Doppeltorschütze Michel Aebischer jubelt.

Peter Klaunzer / Keystone

Es ist wieder einmal eine Packung, die sich der FC Zürich in Bern abholt. Wieder ist es ein 0:4, wie schon so oft in den letzten Jahren, wenn es gegen den Schweizer Meister Young Boys ging. Und doch ist dieses Super-League-Spitzenspiel so anders als jene Duelle dieser Teams in den letzten Jahren, in denen der FCZ meist oft sang- und klanglos unterging. Diesmal ist es anders, weil das deutliche Resultat den knappen Spielverlauf nicht widerspiegelt. Auch wenn es schräg klingt: Der FC Zürich zeigt in dieser Partie, dass er nicht zu Unrecht an der Tabellenspitze steht. Doch er zeigt auch, dass noch einiges fehlt, um länger da bleiben zu können.

In der ersten halben Stunde ist der FCZ das klar bessere Team. Das Team von André Breitenreiter dominiert den Schweizer Meister aus Bern in jener Phase deutlich. Doch wie so oft in einer solchen Begegnung entscheiden Kleinigkeiten darüber, in welche Richtung sich die Partie entwickelt. Hätte der FC Zürich in der ersten halben Stunde die verdiente Führung erzielt, die Partie wäre ganz anders verlaufen. Aber weder der gefährliche Kopfball von Hornschuh noch der Distanzschuss von Marchesano oder der abgelenkte Schuss von Doumbia führen zum Torerfolg. Es fehlt dem FCZ noch an der Abgebrühtheit und der Effektivität, die ein richtiges Spitzenteam ausmachen würde.

Enttäuschte Gesichter beim FCZ: Marc Hornschuh (links), und Moritz Leitner.

Enttäuschte Gesichter beim FCZ: Marc Hornschuh (links), und Moritz Leitner.

Peter Klaunzer / Keystone

YB zeigt, was ein Spitzenteam ausmacht

Das zeigt der Schweizer Meister auf der Gegenseite eindrücklich. Eigentlich überzeugen die Berner lange nicht in dieser Partie. Defensiv sind sie nicht immer sattelfest, offensiv zunächst nicht mit dem gewünschten Zugriff. Doch in den entscheidenden Momenten langen die Berner zu, nutzen ihre Möglichkeit und gewinnen am Ende hoch und deutlich.

YBs Ulisses Garcia (links) und Zürichs Ousmane Doumbia im Duell.

YBs Ulisses Garcia (links) und Zürichs Ousmane Doumbia im Duell.

Peter Klaunzer / Keystone

Zunächst drückt Christian Fassnacht in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den Ball über die Linie, später glückt Michel Aebischer zwischen der 64. und 69. Minute ein Doppelschlag. Meschack Elia sorgt mit seinem Treffer schliesslich für den Schlusspunkt dieser Partie, die auch ganz anders hätte ausgehen können.

Zürich siegte in Bern letztmals 2014

Durch die 0:4-Niederlage ist der Lauf des FC Zürich gestoppt. Nach vier Siegen und einem Remis in den ersten fünf Ligaspielen ist der FCZ mit breiter Brust nach Bern gereist, danach ist die Ernüchterung gross. Gegen den Schweizer Meister hat es wie so oft in den letzten Jahren wieder nicht gereicht. Der letzte Ligasieg des FC Zürich gegen YB datiert vom 3. August 2014. Der FC Zürich grüsst dennoch weiterhin von der Tabellenspitze, weil der FC Basel bei Lugano am Sonntag nicht über ein 1:1-Remis hinausgekommen ist. Die Young Boys nehmen durch den deutlichen Sieg derweil grosses Selbstvertrauen mit in das Champions-League-Spiel gegen Manchester United.



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