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Stephan Andrist sagte: «Es ist mir egal, wenn Aarau absteigt»

Der Mittelfeldspieler leistete sich während des 1:5 in St. Gallen eine verbale Entgleisung. Der 27-Jährige hatte schon früher in der Saison mit einer Aussage für Kopfschütteln gesorgt.

Ruedi Kuhn
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Stephan Andrist (vorn) sorgt wieder für Aufsehen abseits vom Platz.

Stephan Andrist (vorn) sorgt wieder für Aufsehen abseits vom Platz.

Keystone

Nach der 1:5-Pleite in St. Gallen am Pfingstmontag steigt der FC Aarau in die Challenge League ab. Damit nicht genug der Unbill. Während der Partie in der AFG-Arena soll sich Aaraus Stephan Andrist eine verbale Entgleisung geleistet haben. Die schweren Vorwürfe erhebt Petar Aleksandrov, der heutige Stürmertrainer der St. Galler und frühere Goalgetter des FC Aarau.

Der Bulgare: «Am Tag nach der Partie wurde ich von einem Spieler des FC St. Gallen über eine Aussage von Andrist in der ersten Halbzeit informiert. Unmittelbar nach dem 1:0 für St. Gallen sagte Andrist, dass es ihm egal sei, dass der FC Aarau absteige. Es sei ja sein letztes Spiel für Aarau. Eine solche Aussage ist eine absolute Frechheit. Ich bin traurig und von Andrist zutiefst enttäuscht.»

Was erlauben Andrist?

Den Namen des St. Galler Spielers will Aleksandrov nicht nennen, weil er diesen vor einer möglichen Polemik schützen möchte. Die verbale Entgleisung passt bestens ins schiefe Bild von Andrist: Der 27-Jährige brüstete sich vor kurzem in der Boulevardpresse damit, ein stolzer Schwalbenkönig zu sein. Es stellt sich die Frage: Wie dreist darf ein Fussballprofi sein, der in dieser Saison zu den schwächsten Spielern gehörte?

Man darf gespannt sein, ob die unsägliche Geschichte für Sprücheklopfer Andrist ein Nachspiel haben wird. Das hängt davon ab, ob die Aarauer Klubverantwortlichen Andrist zum leidigen Fall befragen werden. Klar ist, dass der Berner Oberländer den FC Aarau verlassen wird.

Zwar hat er unlängst einen Vertrag bis 2017 unterschrieben, doch dieser hat nur für die Super League Gültigkeit. Ob Andrist zum FCA-Aufgebot im letzten Spiel gegen Thun zählen wird oder nicht, wird Trainer Raimondo Ponte wohl erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden. Übrigens: Als wir Andrist um eine Stellungnahme baten, blieb es für einmal ruhig von dessen Seite.

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