Nach Wimbledon-Aus
Stan Wawrinka: «Ich werde erst wieder spielen, wenn ich keine Schmerzen mehr habe»

Nach der Niederlage in der Wimbledon-Startrunde zeigt sich Stan Wawrinka zwar enttäuscht, aber gefasst. Wie es weitergeht, lässt er offen.

Simon Häring
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Stan Wawrinka: «Ich habe keine Ahnung, wie schlimm es ist.»

Stan Wawrinka: «Ich habe keine Ahnung, wie schlimm es ist.»

Keystone

Stan Wawrinka, wie sehr hat Sie das Problem mit dem Knie behindert?

Es ist klar, ich habe mich nicht so gefühlt, wie ich mich gerne gefühlt hätte. Leider habe ich bereits seit Queen’s ein Problem mit dem Knie. Im Training war es zuletzt besser, darum hatte ich gehofft, dass die Zeit reichen würde. Aber unter dem Strich muss ich sagen, dass ich für dieses Turnier nicht bereit war. Nicht so, wie ich mir das gewünscht hätte, oder wie das gegen einen so starken Gegner wie Medwedew nötig gewesen wäre.

War es fraglich, ob Sie überhaupt in Wimbledon spielen können?

Ich hatte meine Zweifel. Es ist für mich keine neue Verletzung, sondern etwas, das mich schon seit dem Ende des letzten Jahres verfolgt und auch in Australien ein Problem war. Als ich vor zwei Wochen erstmals wieder auf Gras gespielt habe, hatte ich wieder Schmerzen. Es ist klar, dass diese Unterlage für mein Knie alles andere als optimal ist. Ich muss jetzt mit meinem Arzt herausfinden, was genau das Problem ist, und was ich tun muss. Sicher ist, dass ich erst zurückkehren werde, wenn ich keine Schmerzen mehr habe. Wann das sein wird, weiss ich jetzt noch nicht.

Im letzten Jahr hatten Sie Probleme mit dem linken Knie, nun mit dem rechten. Woher rührt das?

Vielleicht habe ich kompensiert. Jetzt ist es ausgeglichen (lächelt). Das sind so kleine Wehwechen, mit denen ich immer rechnen muss und die ich nun einfach sauber auskurieren muss.

Was sagen Sie zur Leistung Ihres Gegners Daniil Medwedew?

Er ist ein sehr guter Spieler. Ich habe ein schwieriges Spiel erwartet, so viel steht fest. Ich habe ihn in den letzten Wochen mehrfach auf Gras spielen sehen. Er spielt schnell, flach und hart. Dazu bewegt er sich ausgezeichnet. Sein Spiel ist für Rasen perfekt, das macht ihn zu einem sehr gefährlichen Gegner auf Gras. Es ist sicher nicht so, dass ich ihn unterschätzt hätte.

Wie geht es für Sie in den kommenden Wochen jetzt weiter? Rechnen Sie mit einer längeren Pause wegen des Knies?

Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung, wie es nun weitergeht. Ich weiss nicht, wie lange ich pausieren werde. Ich bin davon ausgegangen, dass die zwei Wochen zwischen den ersten Schmerzen in Queen’s und Wimbledon reichen würden, um mich zu erholen. Dass ich mich besser fühlen würde und ein gutes Turnier spielen könnte. Das war mein oberstes Ziel. Das war leider nicht der Fall. Ich werde nun mit meinem Team und meinen Ärzten genau schauen, was ich in den nächsten Tagen, Wochen und dann auch bis Ende des Jahres tun werde. Noch einmal: Ich werde erst wieder auf dem Tennis-Platz stehen, wenn ich keine Schmerzen mehr habe.