Schwingen
Spray-Affäre: Hat der Gisler Bruno etwa geschwindelt?

Im Dopingfall Bruno Gisler meldete sich nach dem positiv auf Nicethamid getesteten Schwinger nun die Herstellerfirma des mehrmals erwähnten Spagyrik-Sprays zu Wort. Dabei kommt der Schwinger schlecht weg.

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Bruno Gisler: Die falsche Flasche erwischt. key

Bruno Gisler: Die falsche Flasche erwischt. key

Während des Schlussgangs hält Christian Stucki Matthias Sempach mehrere Sekunden in der Luft
13 Bilder
Matthias Sempach legt Christian Stucki ins Sägemehl
Stucki wehrt sich noch, doch Sempach hat die Oberhand
Der Sieger steht fest
Die Emotionen gehen hoch
Die Freude über den Sieg ist riesengross!
Matthias Sempach
Sempach wird von Medienvertretern umringt
Sein Wille bezeichnet der 27-Jährige als gross und stark. Die Mutter berichtet, dass er als Kind auf vier Meter durch eine offen gelassene Türe im Heuschober gefallen sei - und unverletzt geblieben ist. Daher komme sein Siegeswille.
Matthias Sempach: Ein muskelbepackter Naturbursche, verteilt auf 194cm
Und ein ganz «Böser»
Schon als Kind träumte er vom Lorbeerkranz
Und ordnete seinem Wunsch alles unter

Während des Schlussgangs hält Christian Stucki Matthias Sempach mehrere Sekunden in der Luft

swiss-image.ch

"Es ist ausgeschlossen, dass in unseren Homöopathika oder Spagyrika Coramin enthalten ist", schrieb die Heidak AG in einer Mitteilung. "Coramin kommt nicht natürlich vor und es ist nicht möglich, dass es während der Herstellung der homöopathischen oder spagyrischen Urtinkturen gebildet wird."

Unterstützung erhielt das Luzerner Unternehmen von Matthias Kamber. Der Direktor von Antidoping Schweiz hat keine Kenntnis von homöopathischen Naturprodukten, die Nicethamid enthalten. "Wenn ich Bruno Gisler wäre, würde ich genau überlegen, was ich wann genommen habe." Gisler hatte sich darauf berufen, dass er im Vorfeld des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes von Burgdorf zur Vorbeugung einer Erkältung beim Griff in den Medikamentenschrank mehrmals versehentlich den Übelkeitsspray seiner schwangeren Frau erwischt habe.

Der Schwingerverband, der nicht Mitglied von Swiss Olympic ist, sperrte den Solothurner für sechs Monate bis am 25. Mai 2014. Swiss Olympic spricht für ein Dopingvergehen mit Coramin mildere Strafen (Verwarnung bis dreimonatige Sperre) aus. In der jüngeren Vergangenheit sind laut Kamber drei oder vier Nicht-Profisportler überführt worden, die Lutschtabletten gegen Ermüdungserscheinungen konsumierten, die in jeder Drogerie rezeptfrei erhältlich sind. (SI)

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