Stadion-Namensrechte
Spielt YB bald in der «Ifolor-Arena»? Stade de Suisse soll umbenannt werden

Die Young Boys können die Namensrechte für das Stade de Suisse verkaufen. Nach drei Jahren rückt das Ende der Suche näher: Die Ifolor AG soll sich die Namensrechte sichern.

François Schmid-Bechtel
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Heisst das «Stade de Suisse» bald Ifolor-Arena?

Heisst das «Stade de Suisse» bald Ifolor-Arena?

Keystone

Seit die BKW im Juli 2015 als Partner der Stade de Suisse AG ausgestiegen ist, ist für YB der Weg frei, den Stadionnamen zu verkaufen. Denn die BKW hatte das Vorkaufsrecht, falls das Stadion einen kommerziellen Namen erhalten würde.

Das «Wunder von Bern» ging 1954 um die Welt – Deutschland gewann damals den WM-Titel im legendären Wankdorf.

Das «Wunder von Bern» ging 1954 um die Welt – Deutschland gewann damals den WM-Titel im legendären Wankdorf.

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Gerüchten zufolge biegt YB auf der bald dreijährigen Suche nach einem Naming-Right-Partner auf die Zielgerade ein. Die Firma Ifolor aus Kreuzlingen, ein internationaler Online-Dienstleister für personalisierte Fotoprodukte, soll sich die Namensrechte sichern. Das Ifolor-Gerücht ist bis zur Fanszene vorgedrungen. «Zu Spekulationen nehmen wir keine Stellung», sagt YB-Sprecher Albert Staudenmann. Trotzdem: Die YB-Fans werden voraussichtlich am Sonntag beim TV-Spiel in Sion (16 Uhr) mit einem Transparent gegen den geplanten Verkauf opponieren. Denn für die Fans gibt es nur einen akzeptablen Namen: Wankdorf.

Das Stadion Wankdorf wurde 2001 abgerissen. Die neue Arena heisst Stade de Suisse, weil die damalige Führung um Peter Jauch dem Irrglauben erlag, dieser Name liesse sich besser vermarkten als Wankdorf. Damit negierten die damaligen YB-Bosse nicht nur die Geschichte, sondern brüskierten auch die Fussballfans auf der ganzen Welt. Schliesslich ist das Wankdorf ein geschichtsträchtiger Ort. «Das Wunder von Bern» von 1954 mit dem WM-Titel für die Deutschen ging um die Welt.