Curling

Irrungen und Wirrungen: Das Baden Masters in der Quarantäne-Falle

Curling Baden Masters Final Schweden (Skip Niklas Edin) gegen Norwegen (Skip Thomas Ulsrud)

Er kommt ans Baden Masters: Schwedens Weltklasse-Curler Niklas Edin.

Curling Baden Masters Final Schweden (Skip Niklas Edin) gegen Norwegen (Skip Thomas Ulsrud)

Die Tatsache, dass die 20. (Jubiläums-)Ausgabe des internationalen Turniers in der Curlinghalle in Dättwil vom Freitag bis am Sonntag über die Bühne geht, ist ein kleines Wunder. Und vor allem der Geduld und den guten Nerven der Organisatoren geschuldet.

In Zeiten der Corona-Pandemie ist es eine Kunst, einen Anlass durchzuführen. Kommt dann noch der internationale Kontext dazu, dann wird es richtig kompliziert. Entsprechend liest sich die Vorgeschichte des Baden Masters wie ein Abenteuer voller Irrungen und Wirrung. Kurz zusammengefasst: Die Tatsache, dass die 20. (Jubiläums-)Ausgabe des internationalen Turniers in der Curlinghalle in Dättwil über die Bühne geht, ist ein kleines Wunder. Und vor allem der Geduld und den guten Nerven der Organisatoren geschuldet.

Bis vor drei Wochen sah es danach aus, dass der Wettkampf, welcher immer wieder Weltklasse-Teams aus dem Ausland anlockt, wie geplant mit 20 Equipen über die Bühne gehen könnte. Dann gab es die ersten Rückzieher. Zum Beispiel die drei norwegischen Equipen. Als klar wurde, dass die Schweiz auf der «Quarantäne-Liste» Norwegens landet und damit die Teammitglieder bei der Rückkehr in die Heimat zehn Tage ausser Gefecht gesetzt sind, entschied man sich, den Besuch in Baden abzusagen.

Schweiz ja, Niederlande nein

Noch eine Stufe absurder ist die Geschichte der schottischen Teams. Die Schweiz figuriert in Grossbritannien zwar (noch) nicht auf der Liste der gefährlichen Länder, dafür aber die Niederlande. Da die Schotten via die Niederlande in die Schweiz und zurück gereist wären, gab es da nun plötzlich auch ein Quarantäneproblem, welches den schottischen Verband am Montag schliesslich dazu bewog, die vier in Baden gemeldeten Teams zurückzuziehen. Aus 20 wurden nun also 13. «Eigentlich wollten wir im Minimum 16 Teams, damit wir das Turnier durchführen», erklärt Badens OK-Co-Präsident Christian Hoffmann.

Was also tun in der Not? Doch noch absagen? Man entschied sich schliesslich, das Turnier trotz allem durchzuführen. Auch deshalb, weil man den Schweizer Equipen eine der wenigen Gelegenheit geben wollte, sich auf höchstem Niveau zu messen. Immerhin kommt mit dem Schweden Niklas Edin der wohl derzeit beste Curler der Welt zusammen mit seiner Truppe nach Baden – so Corona will. Konsequenzen hat die Reduktion natürlich trotzdem. Das Preisgeld musste beispielsweise gesenkt werden. Hoffmann erklärt: «Mit sieben Teams weniger fehlen uns 8400 Franken Startgeld.»

Immerhin: Durch die Reduktion des Teilnehmerfelds kommen die Teams dank des neuen Modus häufiger zum Einsatz. Christian Hoffmann sagt: «Die Organisation ist eine riesige Herausforderung. Sogar die Teams, die absagten, haben sich bedankt für unsere Bemühungen.»

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