2. Liga inter

Auf der Suche nach echten Typen: FC Muri will im Winter aufrüsten

Der FC Muri hat in der laufenden Saison mit viel Verletzungspech zu kämpfen.

Der FC Muri hat in der laufenden Saison mit viel Verletzungspech zu kämpfen.

Mit zehn Punkten aus acht Partien hinkt der FC Muri derzeit in der 2. Liga inter seinen Erwartungen hinterher. Vor allem das Verletzungspech macht dem Klub zu schaffen. Im Winter will er sich nun für den Angriff auf die vorderen Plätzen mit Routiniers verstärken.

«Wir haben den Anspruch, dass wir ein Wörtchen im Kampf um die vorderen drei Plätzen mitreden können», hatte Muris neuer Trainer Piu Nascimento vor der Saison eine klare Ansage gemacht. Rund zwei Monate später sieht das Zwischenergebnis für die Murianer jedoch ernüchternd aus: Mit zehn Punkten aus acht Partien belegt der Klub den 8. Rang in der 2. Liga inter. Das ist zu wenig für den Wintermeister der vergangenen Saison.

«Wir spielen guten Fussball, aber lassen unnötig Punkte liegen. Wir müssten mindestens acht Punkte mehr auf dem Konto haben», betont Trainer Piu. Er sei sich sicher, dass das Potenzial in der Mannschaft vorhanden wäre, um weiter vorne mitzuspielen.

Der FC Muri ist in dieser Saison bisher noch nicht in Fahrt gekommen.

Der FC Muri ist in dieser Saison bisher noch nicht in Fahrt gekommen.

Verletzungen und Pech 

Allerdings kämpfe der FC Muri seit Saisonbeginn mit Verletzungen. Mittlerweile müsse er auf fünf potenzielle Stammkräfte verzichten: «Ich konnte in keinem Spiel mit der gleichen Aufstellung antreten. Dieses ständige Improvisieren fordert halt seinen Tribut. Und dann kommt manchmal auch noch Pech dazu.»

Was Piu mit dem angesprochenen Pech meint, wird beim Spiel gegen das Ligaschwergewicht FC Rotkreuz ersichtlich: Die Murianer verschossen einen Penalty, trafen zweimal das Aluminium und verloren am Ende mit 0:2.

Auch gegen den aktuellen Leader FC Lachen/Altendorf war das Glück nicht auf ihrer Seite. Der Gegner konnte mittels umstrittenem Elfmeter die Partie zwei Minuten vor Schluss noch ausgleichen. «Solche Spiele zeigen mir, dass wir durchaus mit der Spitze der Liga mithalten können. Wir waren bisher noch nie die klar schlechtere Mannschaft auf dem Platz, aber wir haben uns auch nie dafür belohnt.»

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie sich dieser Umstand verbessern lässt. «Die letzten vier Gegner in dieser Hinrunde kommen uns entgegen. Ich erwarte, dass wir da zwölf Punkte einfahren. Dann sieht die Welt schnell anders aus.»

Keine Sorgen wegen möglichem Abbruch

Entsprechend macht sich Piu auch keine Gedanken darüber, dass dem FC Muri bei einem möglichen Saisonabbruch im Winter plötzlich Abstiegsgefahr drohen könnte. Auch wenn der Abstand zum Strich nur fünf Punkte beträgt. Viel eher stellt er sich die Frage, auf welchen Positionen in der Pause aufgerüstet werden muss, damit der FC Muri in der Rückrunde einen Angriff auf die vorderen Plätze lancieren kann.

«Wir haben einfach zu wenig Breite im Kader. Und es fehlt uns auch an Routiniers. Wir haben sehr viele brave Jungs, jetzt könnten wir auch noch ein paar echte Typen gebrauchen, die die Mannschaft mit Aggressivität und Leidenschaft nach vorne peitschen», erklärt Piu.

Piu Nascimento war bereits beim FC Wohlen als Trainer aktiv.

Piu Nascimento war bereits beim FC Wohlen als Trainer aktiv.

Zudem möchte der ehemalige Trainer des FC Wohlen auch noch einen klassischen Stossstürmer, der bisher im Kader noch fehlt. Die Effizienz seiner Mannschaft sei ebenfalls ein Hauptgrund, warum der FC Muri nicht weiter oben in der Tabelle steht.

«Habe nicht damit gerechnet, dass die Qualität der Gegner so hoch sein wird»

Dass möglicherweise nicht alle Wünsche abgesegnet werden können, ist Piu durchaus bewusst: «Solche Spieler, wie ich sie mir wünsche, kosten. Auch wir müssen aufgrund der aktuellen Situation auf unsere Ausgaben schauen und mehr auf die Jugend setzen. Zuletzt hatte ich gegen den FC Freienbach drei 17-Jährige auf der Bank.»

Piu glaubt zwar an das Potenzial seiner Mannschaft, muss sich aber eingestehen: «Ich habe vor der Saison nicht damit gerechnet, dass die Qualität der Gegner so hoch sein wird. Die Liga ist sehr ausgeglichen, das hat mich überrascht. Entsprechend brauchen wir Verstärkungen, um unsere Ziele zu erreichen.»

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