Skiakrobatik

Tanja Schärer: «Immerhin werde ich noch etwas braun»

Tanja Schärer in Sotschi.

Tanja Schärer in Sotschi.

Die Urdorferin Tanja Schärer belegte an den Olympischen Spielen im Sprung Rang 14. Obwohl sie ihre Zielsetzung mit dem Verpassen des Finals klar nicht erreicht hat, bleibt Sotschi in guter Erinnerung.

Tanja Schärer, wie lebt es sich im olympischen Dorf?

Es ist echt toll im Dorf. Auch unter den Schweizer Athleten ist die Stimmung super, wir sehen einander, reden viel und wünschen einander Glück.

Am Freitag warst du im Einsatz. Das Ziel unter die Top 6 im Final zu kommen, ist mit dem Ausscheiden in der Qualifikation klar verfehlt worden. Bist du sehr enttäuscht?

Ja, das ist so. Mein Sprung ist mir eigentlich recht gut gelungen, aber es haben am Ende 0.5 Punkte gefehlt. Ich habe diesen Winter auch schon mehr Punkte für diesen Sprung bekommen. Natürlich bin ich enttäuscht und werde es noch eine Weile sein. Aber nach jeder Niederlage kommt ja bekanntlich wieder ein Sieg. Ich muss jetzt einmal abschalten und nach vorne schauen. Was ich aber sagen kann, ist, dass mich der zuvor noch verletzte Fuss nicht beeinflusst hat. Ich fühle mich wieder topfit und dem Fuss geht es gut. An der Verletzung hat es definitiv nicht gelegen.

Hast du dir schon Wettkämpfe anderer Athleten angeschaut? Wenn ja, welche?

Ja, das habe ich. Vor meinem Wettkampf wollte ich mir eigentlich keine anderen Wettkämpfe anschauen. Aber ich habe es mir dann trotzdem nicht nehmen lassen, bei Simon Ammann auf der kleinen Schanze dabei zu sein. Den Aerial-Final der Frauen habe ich auch gesehen und das Eishockey-Spiel der Männer zwischen der Schweiz und Tschechien verfolgte ich auch vor Ort.

Wie lange bleibst du noch in Sotschi?

Bis am 20. Februar bleibe ich noch. Bis dahin werde ich mir noch den einen oder anderen Wettkampf anschauen, darunter natürlich die Aerials der Männer am 17. Februar. Den Rest entscheide ich spontan.

Was nimmst du aus Sotschi und den Spielen mit?

In Sotschi habe ich viele tolle Momente erlebt. Ich werde mit guten Erinnerungen abreisen. Zum einen mit einem lachenden und wegen meines persönlichen Wettkampfes auch mit einem weinenden Auge. Ich denke das Positive wird sicher überwiegen. Alles, was im Vorfeld betreffend der Sicherheit berichtet wurde, ist nicht eingetroffen, das freut mich. Und ich bin mir sicher, dass in einigen Jahren wenige Athleten noch davon reden werden und die Spiele in guter Erinnerung bleiben. Natürlich ist es für Winterspiele sehr warm, aber immerhin werde ich noch etwas braun.

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