Am Donnerstag war Patrick Küng hinter dem Amerikaner Bode Miller auf Platz 2 eingefahren, am Freitag nun war Carlo Janka als Zweiter bester Schweizer. Wie Küng 24 Stunden zuvor kam aber auch Janka nicht ganz regulär durch. Er fuhr im oberen Teil an einem Tor vorbei, welches erneut auch viele andere ausliessen. Wichtiger war dem Bündner aber die Fahrt an sich, und mit der war er sehr zufrieden. Janka fühlt sich am Olympia-Berg in Rosa Chutor sichtlich wohl. Er vergleicht die Strecke ein bisschen mit Beaver Creek, wo er ja schon so schöne Erfolge hat feiern dürfen.

Patrick Küng war im Zielraum etwas kurz angebunden. Der Glarner leidet an einer Magen-Darm-Verstimmung, die ihn permanent auf die Toilette zwingt. Die Probleme sind zwar nicht gravierend, aber für Küng galt es, nicht zuviel Energie liegen zu lassen. Er klassierte sich als 14., womit er noch etwas langsamer war als Titelverteidiger Didier Défago, der auf Position 9 landete und bisher lediglich den obersten Streckenteil im Griff hat.

Beat Feuz verlor - mit stärkeren Schmerzmitteln als tags zuvor - knapp drei Sekunden auf die Bestzeit, womit er rund vier Sekunden schneller war als in der ersten Fahrt. Der verletzte rechte Knöchel bleibt dennoch ein Handicap. Feuz wird aber auch das Training vom Samstag bestreiten. Der Kombinierer Mauro Caviezel, am Vortag Sechster, platzierte sich im zweiten Anlauf auf Rang 21.

Rosa Chutor. Zweites Training zur Abfahrt der Männer vom Sonntag: 1. Matthias Mayer (Ö) 2:06,51. 2. Carlo Janka (Sz) 0,27 zurück. 3. Aksel Lund Svindal (It) und Klaus Kröll (Ö) 0,55. 5. Peter Fill (It) 0,62. 6. Bode Miller (USA) 0,64. 7. Max Franz (Ö) 0,85. 8. Kjetil Jansrud (No) 1,01. 9. Didier Défago (Sz) 1,35. Ferner: 14. Patrick Küng (Sz) 1,71. 21. Mauro Caviezel (Sz) 2,25. 29. Sandro Viletta (Sz) 2,83. 30. Beat Feuz (Sz) 2,98.