Promotion League
Weder halbe Kraft noch Larifari: Der FC Solothurn will mit Vollgas in die Rückrunde

Nächste Woche startet der Erstliga-Spitzenreiter FC Solothurn in die Rückrundenvorbereitung. Das erste Testspiel ist am 27. Januar, im Februar steht zudem ein Trainingslager auf Gran Canaria auf dem Programm.

Pius Rüegger
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Der FC Solothurn hat eine sensationelle Vorrunde gespielt

Der FC Solothurn hat eine sensationelle Vorrunde gespielt

Jürg Naegeli

Für den FC Solothurn geht die Meisterschaft in der 1. Liga nach der Winterpause am 3. März gleich mit dem Knüller beim zweitplatzierten SC Buochs weiter. Die Nidwaldner liegen wohl elf Punkte hinter dem souveränen Leader zurück, verloren aber nur einmal – in Solothurn am 12. August 2017 mit 1:3. «Buochs hat eine super Vorrunde gespielt und hegt berechtigte Ambitionen für die Aufstiegsspiele», zollt Solothurns Sportchef Hans-Peter «Bidu» Zaugg dem ersten Gastgeber grossen Respekt.

Einerseits, um für diese erste Bewährungsprobe und Standortbestimmung gewappnet zu sein, und anderseits um die hervorragende Ausgangslage für den Einzug in die Aufstiegsspiele nicht fahrlässig preiszugeben, nehmen die Ambassadoren ihren Trainingsbeginn bereits am 11. Januar wieder auf.

Trainingsrhytmus bleibt identisch

Der Trainingsrhythmus Montag/Dienstag/Donnerstag/Freitag bleibt identisch wie während der Meisterschaft. «Diese Vorbereitung ist relativ lange, wobei wir nicht mit intensiven Trainings und alle Tage arbeiten wollen, sondern dies mit einer längeren Vorbereitungszeit kompensieren», erklärt Zaugg. Das erste Testspiel wurde deshalb erst zwei Wochen später, auf den 27. Januar beim Promotionsligisten Old Boys Basel anberaumt. Dort treffen die Solothurner auf altbekannte Gesichter, angeführt vom ehemaligen Trainer Aziz Sayilir sowie den Spielern Edonis Asani, Rafael Disler, Adrian Fleury und Kaltrim Osaj.

Die weiteren Testgegner sind Breitenrain mit Loris Lüthi (2. Februar), La Chaux-de-Fonds (7. Februar), Wangen bei Olten (20. Februar), Düdingen (23. Februar) und Thun II (24. Februar). Ausser gegen den Kantonsrivalen finden die Spiele auswärts statt. «Wenn wir zu Hause spielen, ist der ganze Trainingsbetrieb blockiert, weil wir nur einen Platz haben», begründet der Sportchef.

In die Vorbereitungen ist zudem vom 9. bis 16. Februar ein Trainingslager auf Gran Canaria eingebaut. Der Fussballplatz liegt zwei Kilometer vom Hotel entfernt und wird jeweils mit einem Bus angefahren. Dort sind zwei Testspiele vorgesehen, wobei die Gegner vom Organisator noch nicht benannt sind. Mit in dieses Trainingslager reisen nebst dem Fanionkader aus dem CCJL-A-Nachwuchsteam Gianluca Moser und Philippe Gerspacher.

Skrzypczak an Uefa-Kurs

Aus dem Kader scheidet Diego Sandmeier aus. Der Sportstudent wechselt zum FC Biel in die 2. Liga inter. Wahrscheinlich wird Dario Kopp in der Rückrunde den FC Biberist im Abstiegskampf in der 2. Liga inter verstärken. Sheptim Arifi hat den Wunsch und die Hoffnung, in den Profifussball wechseln zu können, und hält wie Steven Ukoh Ausschau nach einem Challenge-League-Klub. Externe Zuzüge sind nicht geplant.

Trainer Dariusz «Darek» Skrzypczak hegt bekanntlich höhere Ambitionen. Zurzeit weilt er deshalb in seinem Heimatland Polen und besucht einen Uefa-Pro-Ausbildungskurs, um sich auf die Prüfungen für die höchste Trainer-Stufe vorzubereiten. «Er hat das Potenzial dazu und sieht auch interessante Vereine in Polen», sagt dazu Zaugg. Für den FC Solothurn sei immer klar gewesen, dass Skrzypczak keine Dauerlösung ist und sich persönlich weiterentwickeln will.

Doch zuerst will der Pole den FC Solothurn weiterentwickeln und eine Stufe höher bringen. «Nach unserer sensationellen Vorrunde stehen wir nicht bei null. Die Spieler haben jetzt das nötige Selbstvertrauen und die Überzeugung. Wenn es normal läuft, kommen wir in die Aufstiegsspiele und haben dort die grosse Chance, es zu packen», ist Zaugg überzeugt. Die Mannschaft und der Verein haben ein klares Ziel. «Jeder weiss, was das heisst: Nur mit halber Kraft ist man nicht dabei. Das Trainer-Team wird in der Rückrunde kein Larifari aufkommen lassen», will Zaugg diese einzigartige Ausgangslage nützen.

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