Eishockey 2. Liga
Von einer Überraschung bis zur unsanften Landung ist alles möglich

Am Samstag starten Bucheggberg, Koppigen, Altstadt Olten und Meinisberg in die 2.-Liga-Saison. Nach den Mittelfeldplätzen in der vergangenen Spielzeit, sind die Klubs mit Prognosen zurückhaltend.

Daniel Weissenbrunner
Drucken
Teilen
Kampf mit harten Bandagen: Der Koppiger Thomas Begert vorne) und der Oltner Ueli Thüler. Schläfli

Kampf mit harten Bandagen: Der Koppiger Thomas Begert vorne) und der Oltner Ueli Thüler. Schläfli

Hans Peter Schläfli

Mittelfeld heisst im Regional-Eishockey nicht zwangsläufig Mittelmass. Ein Blick auf die Gruppe 3 der 2.-Liga-Tabelle in der vergangenen Spielzeit lieferte den anschaulichen Beweis. Das Mittelfeld erstreckte sich nach der Qualifikation vom Zweiten Langenthal bis zum Achten Brandis. Mittendrin hatten sich Altstadt Olten, EHC Koppigen, EHC Meinisberg sowie dem EHC Bucheggberg eingereiht. Der Tenor: Die regionalen Vertreter 2.-Liga-Vertreter waren mit ihrem Abschneiden mehrheitlich zufrieden.

Bucheggberg: Knappes Kader

Auf einen ähnlich soliden Verlauf hoffen die Vereine auch in der am Samstag beginnenden Meisterschaft. Einfach wird es allerdings nicht, wie das Beispiel des «EHC Buechibärg» aufzeigt. Nach mehreren verletzungsbedingten Ausfällen stehen Trainer Arnold Lörtscher zum Auftakt nur drei komplette Linien zur Verfügung. Streng genommen wohl nur zweieinhalb. Stefan Thüler und Patrick Rolli bestreiten am Samstag mit den Gekkos Gerlafingen den ersten Inline-Playoff-Halbfinal um 14 Uhr in Biel.

Bucheggberg startet seinerseits um 20.15 Uhr in Laufen in die Saison. «Das wird zeitlich knapp», weiss auch Klubpräsident Peter Zimmermann. Obwohl das Team in der vergangenen Spielzeit vom Wettkampfglück nicht immer begünstigt war, schaffte es den Sprung in die Playoff-Achtelfinals mühelos. Verständlich, dass die «Buechibärger» auf eine sorgenfreie Meisterschaft hoffen, mit genügend Luft zu den Relegationsplätzen.

Koppigen: Wenige Wechsel

Als einziges regionales Team überstand der EHC Koppigen 2012/13 die erste Playoff-Runde und scheiterte erst am überlegenen 2.-Liga-Meister Münchenbuchsee-Moosseedorf. Ähnlich ambitioniert sind die Erwartungen auch dieses Mal. «Wir gehen davon aus, dass die Mannschaften wieder nahe beisammenliegen werden. Das macht es natürlich nicht einfacher», sagt Andreas Graber. Der neue TK-Chef ist aber von den Qualitäten der Mannschaft überzeugt. Koppigen verzeichnete nur wenige Wechsel und hatte in der Sommerpause Zeit, den Teamgeist zu fördern. Beispielsweise beim gemeinsamen Besuch in einem Boxkeller oder am 50-Jahr-Vereinsjubiläum im September.

Kommt hinzu, dass mit Micha Schär und David Stoll den Koppigern die beiden Topskorer weiterhin zur Verfügung stehen. Die Mannschaft von Trainer Roland Burkhalter bestreitet seinen ersten Ernstkampf morgen um 20.15 Uhr in Rheinfelden.

Altstadt: Endlich genug Verteidiger

Nicht einen Umbruch, aber eine markante Aufstockung des Kaders verzeichnete Altstadt Olten. Trainer Rolf Hildebrand hat die Lehren aus der letzten Saison gezogen und die Verteidigung, die chronisch unterbesetzt war, zahlenmässig erweitert. Gleich vier defensive Zuzüge vermelden die Oltner. Demgegenüber stehen die Abgänge von Roger Villars und Michel Wälchli. Hildebrand, mit seiner Erfahrung als Spieler in der Nationallliga A (ZSC Lions, Fribourg-Gottéron), gibt sich vorsichtig optimistisch. «Wir haben uns bewusst kein Saisonziel gesteckt, sondern wollen die Qualifikation auf einem Playoff-Rang abschliessen. Dann schauen wir weiter.» Mit dieser Massnahme soll unnötiger Druck vom Team ferngehalten werden.

Meinisberg: Bewusst tiefstapeln

Schon traditionell beschaulich verlief die Saisonplanung beim EHC Meinisberg. Der Kern der Mannschaft blieb zusammen. «Die Zielsetzung heisst einmal mehr Ligaerhalt», versichert Reto Hänzi. Der Trainer weiss, dass er damit tiefstapelt. «Aber lieber so als andersrum.» Sollte den Meinisbergern eine ähnliche gute Qualifikation gelingen wie im vergangenen Jahr, hat Reto Hänzi den Plan für die Playoffs bereit. «Wir möchten endlich einmal die erste Runde überstehen.» Einen ersten Anhaltspunkt, ob seine Spieler Mittelmass oder ein wenig mehr sind, erhält Hänzi morgen im Heimspiel gegen Brandis.

Aktuelle Nachrichten