Auch das dritte Duell in dieser Saison zwischen Schönenwerd und Amriswil endete mit einem 3:1-Erfolg für die Thurgauer. Nach dem Startsieg gegen das Schlusslicht Einsiedeln war dies nun bereits die vierte Niederlage en suite für die Niederämter. Zur Halbzeit der Pre-Playoffs liegt „Schöni“ auf dem fünften Platz. Bereits neun Punkte hinter den beiden Finalplätzen und zwei hinter dem vierten Rang. Amriswil konnte dank des Auswärtssiegs bei Schönenwerd die Tabellenführung von Lausanne zurückerobern. Der Leader gewann vier seiner fünf Pre-Playoff-Spiele.

Zu Beginn der Partie profitierten die Amriswiler vor allem vom zerfahrenen Start der Gastgeber. Elf Fehler machte das Heimteam im ersten Satz. So ist gegen den Schweizer Meister von 2009 und 2010 nichts zu holen. Die Thurgauer brachten ihre Sideouts locker durch und lagen stets mit ein paar Punkten Vorsprung in Front. Am Ende schenkte Schönenwerd Amriswil den ersten Satz mit dem siebten Service-Fehler.

Schwachen Start wettgemacht

Im zweiten Durchgang klappte es plötzlich besser mit den Aufschlägen. Richards‘ Winner brachte „Schöni“ mit 4:2 in Führung. Die Niederämter konnten in dieser Phase immer wieder bei eigenem Service punkten: Fehler Amriswil (7:4), Schnider longline (9:5), Ass Richards (13:8). Kurz vor der Money Time schaffte der Russe Olefir, Amriswils bester Punktesammler im zweiten Satz, den Ausgleich zum 19:19 aber wieder. Doch Schnider gelang das Sideout für Schönenwerd und Mittelblocker Frame erhöhte mit einem Service-Winner auf 21:19. Jetzt drehte Passeur Giger auf. Mit zwei Blocks in Serie gegen Olefir sicherte er „Schöni“ vier Satzbälle. Die ersten zwei Chancen liess Schönenwerd noch liegen, dann sorgte Schnider mit seinem zehnten Punkt für das 25:21 und somit den Ausgleich nach Sätzen. Nur Richards war in den Reihen der Gastgeber noch ein wenig erfolgreicher: elf Punkte. Schnider und Richards waren wiederum mit deutlichem Abstand die zuverlässigsten Punktelieferanten bei Nik Busers Team. Eine (zu) grosse Lücke klaffte hinter ihnen. Bei Amriswil sah dies schon ausgeglichener aus. Mit Steigmeier, Olefir, Ljubicic und Brändli erzielten vier Amriswiler mehr als zehn Punkte im ganzen Match. 

Dritter Satz war wegweisend

Wie schon im zweiten, waren es auch im dritten Durchgang Aufschläge von Richards, dank denen Schönenwerd den Lead übernehmen konnte. Zum zweiten Technischen Timeout lag das Heimteam mit 16:13 vorne. Auch von einem kurzzeitigen Tief liessen sich die Schönenewerder nicht beirren. Mit Tomasik am Service markierte Amriswil fünf Punkte in Serie, darunter drei Blocks. Ein Angriffsfehler von Olefir sowie ein Abstauber von Gerber wendeten das Blatt sofort wieder zugunsten des Heimteams (21:20). Doch es sollte nicht der letzte Führungswechsel bleiben. Nach Topskorer Steigmeiers Ausgleich zum 22:22, setzte Schönenwerds bester Punktesammler Jan Schnider seinen Angriff nebens Feld. Mit einem Ass sicherte Olefir den Gästen anschliessend zwei Satzbälle. Der Russe selber verwertete den zweiten zur neuerlichen Fürhung für die Thurgauer. 

Auch im vierten Satz zogen die Schönenwerder zur Satzmitte eine Schwächephase ein. Zwischen den beiden Technischen Timeouts drehte Amriswil einen 7:8-Rückstand in eine 16:10-Führung. Brändli servierte gut und der Block der Thurgauer stand nun vermehrt am richtigen Ort. So schaukelte Amriswil den Vorsprung dann auch locker nach Hause. Nur drei Fehler leistete sich der jetzte souverän aufspielende Leader im vierten Durchgang. Dieser endete schliesslich mit einem diskussionlosen 25:18 für das Auswärtsteam.

Wiedersehen 48 Stunden später

Nur zwei Tage nach dem ersten Aufeinandertreffen kommt es am Samstag bereits zum Rückspiel zwischen Amriswil und Schönenwerd. Die Niederämter sinnen auf Revanche und wollen den Thurgauern im vierten Anlauf endlich die ersten Punkte abknöpfen. Am kommenden Mittwoch steht für "Schöni" am siebten Spieltag der Pre-Playoffs das Gastspiel beim Tabellenletzten Einsiedeln an.

Die Spieler von Volley Schönenwerd