SC Altstadt Olten
Vertragsverlängerung vor dem Playoff-Start

Der Zweitligist SC Altstadt Olten setzt mit dem Trainerduo Rolf Hildebrand/Marc Kiefer auf Kontinuität. Beide unterschrieben bis zum Ende der Saison 2017/18.

Raphael Wermelinger
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SC Altstadt Olten
8 Bilder
Seit 2012 Headcoach des SC Altstadt Olten: Rolf Hildebrand
SCA-Präsident Yves von Rohr ist zufrieden mit der Arbeit des Trainergespanns.
Das Altstadt-Team Ausgabe 2016/17
Szene aus dem Quali-Spiel gegen den SC Langenthal
Szene aus dem Quali-Spiel gegen den SC Langenthal
Szene aus dem Quali-Spiel gegen den SC Langenthal
Szene aus dem Quali-Spiel gegen den SC Langenthal

SC Altstadt Olten

Bruno Kissling

Kurz vor dem Start zur entscheidenden Phase der Meisterschaft verlängert der SC Altstadt Olten die Verträge mit seinem Trainergespann Rolf Hildebrand und Marc Kiefer vorzeitig um eine weitere Saison. Headcoach Hildebrand steht aktuell in seiner fünften Spielzeit bei den Altstädtern, Kiefer ist seit knapp vier Jahren sein Assistent. «Beide bringen ein hervorragendes Fachwissen mit und passen auch menschlich perfekt zum Team. Sie schafften es, aus der Mannschaft eine richtige Einheit mit gutem Kitt zu bilden», lobt Altstadt-Präsident Yves von Rohr das Trainerduo.

Die Wertschätzung ist gegenseitig. «Ich fühle mich sehr wohl bei Altstadt», so Rolf Hildebrand (Foto), der während seiner Spielerkarriere für den EHC Olten, die ZSC Lions, den HC La Chaux-de-Fonds und Fribourg Gottéron auflief. Beim SCA schliesse sich für ihn ein Kreis: «Sehr viele Spieler kenne ich schon seit der gemeinsamen Juniorenzeit beim EHC Olten. Nun sind wir wieder vereint und haben eine sehr coole Truppe.» Für den 34-Jährigen war es wichtig, dass auch sein Assistent Marc Kiefer dem SC Altstadt weiter treu bleibt. «Wir kennen uns schon von klein auf, spielten zusammen bei den Junioren und gingen eine kurze Zeit zusammen zur Schule», sagt Hildebrand über seinen 35-jährigen Assistenten. «Wir ergänzen uns sehr gut.» Während der Spiele sind die Aufgaben unter den beiden Trainern klar verteilt: Hildebrand setzt sein Augenmerk auf die Offensivabteilung, Kiefer kümmert sich in erster Linie um die Verteidigung.

Als Sechster in die Playoffs

Am vergangenen Samstag gewann der SC Altstadt Olten das letzte Spiel der Qualifikation gegen Münchenbuchsee mit 5:4 und beendete damit die erste Phase der Meisterschaft in der 2. Liga auf dem sechsten Platz. «Durchzogen» ist das Wort, mit dem sowohl Trainer Hildebrand als auch Präsident von Rohr die Qualifikation zusammenfassen. «Es war in Ordnung», führt Hildebrand aus. «Wir waren nicht besonders schlecht, sind aber auch nicht über uns hinausgewachsen.»

Es habe vor allem an der Konstanz gefehlt. Bereits früh habe sich gezeigt, dass die ersten vier Plätze ausser Reichweite bleiben würden. «Die Teams auf den Spitzenplätzen haben sich vor der Saison sehr gut verstärkt und stehen zurecht dort vorne», sagt Hildebrand. «Unser Ziel war eigentlich der fünfte Platz. Das ist der Bereich, wo wir mit unserem Kader in dieser Liga hingehören. Den haben wir leider ganz knapp verpasst.» Das Fazit von Präsident von Rohr lautet wie folgt: «Wir zeigten, dass wir an einem guten Tag auch einen starken Gegner schlagen können, auf der anderen Seite setzte es gegen vermeintlich schwächere Teams unnötige Niederlagen ab.»

In den Playoff-Achtelfinals trifft der SC Altstadt Olten nun auf den Tabellendritten EHC Zunzgen-Sissach. Der SCA muss am Samstag zuerst auswärts ran, Spiel zwei im heimischen Kleinholz findet am Mittwoch statt. Das allenfalls entscheidende dritte Spiel wurde auf den nächsten Freitag terminiert. In der Quali verliefen beide Aufeinandertreffen auf Augenhöhe. In der Vorrunde verloren die Oltner auswärts in Sissach mit 3:5, revanchierten sich dafür in der Rückrunde mit einem 5:4-Heimsieg. «Das wird ein heisses Duell», verspricht Hildebrand. «Zunzgen-Sissach ist sicher der Favorit, doch ich rechne uns durchaus Chancen auf ein Weiterkommen aus. Mit unserem Kader sind wir sowieso immer für eine Überraschung gut. Wir haben viel Qualität, die wir nur richtig einsetzen müssen.»

Der grösste Trumpf des Gegners sei dessen erste Linie, die für 70 Prozent der Tore verantwortlich zeichne. Sich in dieser Liga zu sehr auf den Gegner zu konzentrieren, bringe aber sowieso nichts, ist Hildebrand überzeugt: «Wir müssen vor allem schauen, dass wir unser Spiel abrufen können.» Präsident Yves von Rohr wagt sich nicht auf die Äste und sagt vor dem Playoff-Auftakt diplomatisch: «Ich erhoffe mir gute und interessante Spiele mit dem besseren Abschluss für uns. Schön wäre, wenn noch ein bisschen mehr Zuschauer an die Spiele kommen würden. Es ist zwar nicht gerade ein Derby, aber doch eine brisante Affiche.»

Spass mit einer Prise Professionalität

Die Altstädter hoffen zwar, dass sie in den Playoffs endlich wieder einmal zu einem längeren Lauf ansetzen können. Im Vorjahr war in den Viertelfinals Schluss, 2015 bereits in den Achtelfinals. Allzu hohe Ambitionen hegt man beim SCA indes nicht. «Die 1. Liga ist definitiv kein Thema. Es geht darum, dass wir in der 2. Liga eine gute Mannschaft stellen können», stellt Rolf Hildebrand klar. «Wir wollen den Spassfaktor, der in dieser Liga im Vordergrund steht, mit einer gewissen Professionalität unter einen Hut bringen. Und den einen oder anderen Junior integrieren, der beim EHC Olten aussteigt.»

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