Unihockey
Jetzt müssen die drei Trimbacherinnen im Playoff-Halbfinal zaubern

Die Frauenequipe der Bern-Burgdorf Wizards liegt in der Unihockey-Halbfinalserie gegen Emmental mit 0:2 Siegen im Hintertreffen. Die Trimbacherinnen Anja Wyss, Tanja Kyburz und Sara Christen müssen jetzt zaubern, um das Ausscheiden ihrer Equipe zu verhindern.

Manfred Dysli
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Das Trimbacher Trio in Diensten der Wizards: (v.l.) Anja Wyss,Sarah Christen und Tanja Kyburz

Das Trimbacher Trio in Diensten der Wizards: (v.l.) Anja Wyss,Sarah Christen und Tanja Kyburz

Jörg Oegerli

In einer bis am Schluss spannenden Partie gewannen die Scorpions Emmental zu Hause in Zollbrück am Samstagabend den Halbfinal-Auftakt gegen die Wizards – die Zauberer – mit 4:3. Nur 24 Stunden später trumpften dann die Emmentalerinnen in Burgdorf gross auf und feierten so einen 7:1-Kantersieg. ­Damit sind die Burgdorferinnen mit den drei Trimbacher U-19-Nationalspielerinnen Anja Wyss, Tanja Kyburz und Sara Christen nur noch eine Niederlage vom Ausscheiden entfernt. Ab jetzt heisst es: «Verlieren verboten!».

Die Verjüngungskur

Am Samstag kommt es um 17 Uhr in der Ballsporthalle in Zollbrück zum dritten Duell. Die Bern-Burgdorf Wizards mussten nach der letzten Saison, die ziemlich genau vor einem Jahr wegen der Corona Pandemie vor den Halbfinals abgebrochen worden war, mehrere Abgänge verdauen. So wechselten die beiden Vize-Weltmeisterinnen von 2019, die Solothurnerin Mirjam Hintermann und die Baslerin Brigitte Mischler zu den Meisterschaftsfavoritinnen von den Kloten- Dietlikon Jets. Zudem gaben mehrere Spielerinnen wie die dreifache WM Bronzemedaillen-Gewinnerin Lena Cina (Messen SO) und die Ex-Walterswilerin Nicole Mucha-Baumgartner den Rücktritt.

Es scheint aber, dass die Wizards mit der Verpflichtung des früheren Meistertrainers von Piranha Chur, Mirco Torri, ein glückliches Händchen hatten. Denn die zahlreichen Abgänge wurden durch nicht weniger als fünf U 19 Nationalspielerinnen, darunter die drei Trimbacher Nachwuchshoffnungen Anja Wyss, Tanja Kyburz und Sarah Christen kompensiert. Und die jüngste Spielerin der Wizards, Anja Wyss, spricht nach den ersten beiden Halbfinalduellen von zwei ganz verschiedenen Spielen. «Auswärts haben wir viel besser gespielt. In der zweiten Partie haben wir viele Bälle verloren. Und konnten die Chancen nicht ausnützen. Wir wollen aber im dritten Spiel am Samstag alles geben, um noch in den Playoffs zu bleiben», so die noch nicht 17-jährige Trimbacherin.»

Die Sportlerfamilie Wyss

Anja Wyss stammt aus einer Sportlerfamilie. Vater Sascha Wyss war ein bekannter 2.-Liga-Fussballer in der Region Olten, der in seiner Aktivzeit für Hägendorf, Dulliken und Trimbach auflief. Und Mutter Andrea, eine frühere Leichtathletin des TV Welschenrohr, bestreitet noch heute viele Bergläufe, so auch in der Jura Top Tour. Anja Wyss, die zusammen mit ihren beiden früheren Trimbacher Teamkolleginnen Tanja Kyburz und Sarah Christen Mitglied im U19-Nationalkader ist, musste vor wenigen Tagen zur Kenntnis nehmen, dass die U19-WM von Anfangs Mai in Uppsala (Schweden) erneut verschoben wurde. Die WM soll nun im September stattfinden.

Die Obergösgerin Tanja Kyburz, die in der Barmelweidklinik bis Ende März ein Praktikum für die Fachmatur an der Kanti absolviert, war nach dem entscheidenden Viertelfinal-Sieg gegen Zug United, bei dem sie zwei Treffer für die Wizards beisteuerte, noch sehr glücklich gewesen. Ihr Wunsch, ein spannendes Berner Playoff-Derby gegen die Scorpions, ging auf alle Fälle beim ersten Spiel in Erfüllung, wo es für die Wizards nur eine knappe 3:4 Niederlage absetzte. Nun soll mit einem Sieg die Spannung wieder zurückkehren.