Swiss League
Teenager Othmann weist den Weg zum Sieg: Der EHC Olten schiesst sich gegen La Chaux-de-Fonds den Frust von der Seele

Nach der bitteren Heimniederlage gegen den HC Ajoie traf der EHC Olten in der 18. Runde der Swiss League auswärts auf den HC La Chaux-de-Fonds. Gegen die Neuenburger schossen sich die Powermäuse den Frust der vergangenen Tage von der Seele und gewinnen verdient mit 5:1.

Marcel Kuchta
Drucken
Teilen
Nach drei Niederlagen in Serie wollte der EHC Olten gegen La Chaux-de-Fonds endlich wieder gewinnen.
22 Bilder
Früher Jubel bei Olten. Bereits nach 14 Sekunden trifft Othmann zum 1:0.
Torschütze Silvan Wyss jubelt nach seinem Tor zum 2:0 mit Dan Weisskopf.
Cedric Huesler (l.) gegen Frederic Iglesias
Die Oltner starteten druckvoll in die Partie. Nur mit vereinten Kräften kann Cedric Hüsler hier gestoppt werden.
Daniel Carbis führt die Scheibe.
Dion Knelsen sorgt für Betrieb vor dem gegnerischen Tor.
Topscorer Garry Nunn ist vor Philip Ahlström am Puck.
Kyen Sopa versucht Cedric Hüsler zu stoppen.
Oltens Daniel Carbis wird von Julien Privet bedrängt.
Adam Hasani und Dominic Weder schenken sich nichts im Zweikampf.
Simon Lüthi zieht ab und trifft zum 3:0. Der EHCO schiesst sich gegen La Chaux-de-Fonds den Frust von der Seele.
Julien Privet und Topscorer Garry Nunn kämpfen um die Scheibe.
Dan Weisskopf (l.) gegen Ludovic Voirol.
Cedric Hüsler beim Versuch, die Scheibe ins Tor abzulenken.
La Chaux-de-Fonds David Prysi gegen Jerome Portmann.
Simon Rytz wehrt einen Abschluss von La Chaux-de-Fonds ab.
Auch Evgueni Chiriayev durfte sich in die Skorerliste eintragen. Ihm gelang der Treffer zum 5:0.
Trainer Fredrik Söderström konnte mit der Reaktion seiner Mannschaft auf die Niederlagenserie zufrieden sein.
Torhüter Simon Rytz hatte einen ruhigen Abend. Bitter, dass er kurz vor Schluss doch noch einen Gegentreffer kassiert.
Brennan Othmann zeigte eine besonder auffällige Leistung. Dem Jungspund gelangen zwei Treffer.
Kent Daneel hat die Scheibe fest im Blick.

Nach drei Niederlagen in Serie wollte der EHC Olten gegen La Chaux-de-Fonds endlich wieder gewinnen.

freshfocus

Vor knapp einem Monat betrat er, direkt vom Flughafen kommend, erstmals das Eis im Kleinholz-Stadion und trainierte mit dem EHC Olten mit. Jetzt ist er bereits ein offensiver Impulsgeber in den Farben der Dreitannenstädter: Brennan Othmann durfte in La Chaux-de-Fonds erstmals an der Seite von Dion Knelsen und Garry Nunn auftreten. Und er empfahl sich mit seinen zwei Toren auf dem Weg zum souveränen 5:1-Sieg seiner Mannschaft für weitere Einsätze in der designierten Oltner Top-Sturmlinie.

Wie wichtig ein früher Führungstreffer für eine Mannschaft sein kann, zeigte der EHCO im Neuenburger Jura auf eindrückliche Art und Weise. Schon nach 13 Sekunden bezwang eben jener Brennan Othman La Chaux-de-Fonds-Goalie Stephane Charlin mit einem satten Handgelenkschuss. Nach nicht einmal vier Zeigerumdrehungen hatte Silvan Wyss im Nachsetzen schon für das 2:0 gesorgt. «Wir brauchen jemand, der mit gutem Beispiel voran geht. Dann folgen auch die anderen Spieler», freute sich EHCO-Headcoach Fredrik Söderström über Othmanns frühen Befreiungsschlag und fügte an: «Brennan ist ein aufregender Spieler. Er schafft es, viele Dinge aus unterschiedlichen Situationen zu kreieren, was wiederum den anderen Spielern mehr Räume verschafft.»

Sogar mit dem Schiedsrichter angelegt

In der Tat brachte der Teenager viel Farbe ins Spiel. Da waren nicht nur seine zwei Tore – das zweite zum 4:0 erzielte er nach mustergültiger Vorarbeit von Garry Nunn – sondern auch seine freche Art. Da ein kleiner Rempler, dort ein Check. Und er scheute sich auch nicht, dem Schiedsrichter für eine in seinen Augen ungerechtfertigte Offside-Entscheid die Meinung zu geigen. Dafür landete er prompt auf der Strafbank. Was angesichts der deutlichen Überlegenheit der Oltner keinen Einfluss hatte. In knapperen Partien wird Othmann aber lernen müssen, im richtigen Moment «die Klappe zu halten.»

Unter dem Strich war der Auftritt des EHC Olten unerwartet souverän. Die Powermäuse gerieten nie auch nur annährend in Gefahr, das Heft aus der Hand zu geben. Und überraschten damit sogar ein wenig ihren eigenen Trainer: «Ich hatte ein wenig die Sorge, dass wir unser Spiel nicht durchziehen nach der frühen 2:0-Führung. Aber heute hätten wir sogar doppelt so viele Tore schiessen können. Wir hatten die totale Kontrolle. Meine Sorgen waren unbegründet», so Söderström.

Sogar ein Stängeli wäre möglich gewesen

Will man aufseiten der Oltner nach diesem klaren Sieg überhaupt etwas kritisieren, dann ist es tatsächlich die Chancenauswertung. Man hätte locker ein Stängeli einfahren können. Fast unglaublich, wenn man sich an die beiden mühseligen Auftritte gegen denselben Gegner im Kleinholz erinnert. 2:1 nach Penaltyschiessen und 1:0 lauteten dort die Ergebnisse.

Am Ende spielte das alles keine Rolle. Die Spieler und ihr Trainer waren zurecht glücklich über die starke Darbietung: «Diese Leistung muss nicht bedeuten, dass wir wieder zurück zu unseren Stärken gefunden haben. Aber wir haben bewiesen, dass wir immer noch gut Eishockey spielen können», befand Fredrik Söderström. Man darf gespannt sein, wie die Mannschaft am Samstag im Derby gegen Langenthal auftritt.

Partie verpasst? Lesen Sie den Spielverlauf im Liveticker nach:

Aktuelle Nachrichten