Tessinerinnen? In der Startformation trat Lugano mit vier Italienerinnen, sechs Amerikanerinnen (sollen in der National Women’s Soccer League, in der Women’s Premier Soccer League sowie im College-Fussball gespielt haben) und einer Schweizerin an.

Nach der intensiven Vorbereitungsphase konnte man gespannt sein, wie sich das nochmals verjüngte Team der Derendingerinnen in der neuen Umgebung präsentieren würde.

Mit Lugano kam der Vorjahresaufsteiger auf die Heidenegg, also ein alt bekanntes Team, wie die Einheimischen dachten . Wie bereits erwähnt, traten die Tessinerinnen als «Internationales Team» auf.

Lugano spielte einen höheren Rhythmus, liess den Ball besser und schneller laufen als die SCD Frauen und waren immer einen Schritt schneller am Ball.

Startfurioso der «Luganesi International»

Die SCD Frauen waren in der Anfangsphase vom hohen Tempo der Gegnerinnen überrascht worden. Nur dank der sehr aufmerksamen Martina Rytz im Tor, kamen die Aufsteigerinnen in den ersten zehn Minuten nicht ins Hintertreffen.

In der 17. Minute tritt Elizabeta Krsteva an liess die Innenverteidigung stehen und platzierte ihren Schuss ins linke hohe Eck zum 0:1. In der 36. Minute war es wiederum Elizabeta Krsteva, die aus naher Distanz nur noch einschieben konnte.

Auch die SCD Frauen hatten in der ersten Halbzeit zwei Chancen, die grösste vergab in der 10. Minute Carla Hager nach einer schönen Flanke von Corinna Saladin.

Ausgeglichene zweite Halbzeit

Die 2. Halbzeit war ziemlich ausgeglichen. Die Einheimischen spielten etwas mutiger nach vorne ohne aber richtig gefährlich zu werden.

Die Tessinerinnen waren immer wieder gefährlich durch ihren Tempofussball im Konter. Eine solche Aktion führte in der 58. Minute zur Vorentscheidung.

In der 61. Minute erzielten die SCD-Frauen das 1. Nationalliga A-Tor: Martina Grob schoss aus ca. 18 Metern Richtung linke tiefe Torecke und die zuvor eingewechselte Michèle Kohler lenkte mit der Fuss-Spitze den Ball ins Tor zum verdienten 1:3.

Dieses Tor weckte etwas Hoffnung für die Derendingerinnen, doch noch ein positives Resultat zu erzielen, es fehlte aber die Entschlossenheit im Abschluss – ganz im Gegenteil von Lugano. Die Tessinerinnen waren viel effektiver und effizienter im Abschluss und erzielten kurz vor Schluss das 1:4 Schlussresultat, das etwas zu hoch ausgefallen ist.

Die SCD Frauen haben bereits beim 1. Spiel in der NLA feststellen müssen, dass in der höchsten Liga im Frauenfussball alles viel schneller geht und Fehler gnadenlos bestraft werden. Trotzdem: Positive Ansätze waren zu sehen und das verjüngte Team hat bis zum Schlusspfiff tapfer gekämpft.