Mountainbike
Schönenwerder Indergand bei Schurters Sieg auf dem Podest

Der Niederämter Reto Indergand fuhr an den Bike Days auf Platz drei. Nino Schurter hingegen sicherte sich den Sieg. «Der entscheidende Angriff von Schurter war brutal. Ich hatte keine Chance», erklärt Indergand.

Manfred Dysli
Drucken
Teilen
Nino Schurter an den 10. Bike Days in Solothurn auf dem Weg zum Sieg, verfolgt von Mathias Flückiger.

Nino Schurter an den 10. Bike Days in Solothurn auf dem Weg zum Sieg, verfolgt von Mathias Flückiger.

Hans Peter Schläfli

Der Olympiasieger und Weltmeister Nino Schurter gewann anlässlich der Bike Days in Solothurn den dritten Lauf des Swiss Bike Cup 2018. Für den Churer war es bereits der siebte Triumph in der Ambassadorenstadt.

Auf Platz zwei mit 17 Sekunden Rückstand folgte der Leimiswiler Mathias Flückiger. Dritter wurde Reto Indergand aus Schönenwerd. Der Niederämter verlor auf Sieger Schurter auf der 28,7 Kilometer langen Strecke etwas mehr als eine Minute.

Bis zur fünften von sieben Runden lag ein Quartett bestehend aus Schurter, Flückiger, Indergand und Lars Forster an der Spitze des Rennens. In der drittletzten Runde sprengte Nino Schurter diese Leadergruppe. «Es war ein sehr taktisches Rennen», sagte er nach seinem Sieg. Zuerst habe er vor allem mit dem Vorjahressieger Lars Forster zu kämpfen gehabt.

«Als dieser einen Ausrutscher hatte, war plötzlich Mathias Flückiger mein stärkster Gegner.» So musste Schurter für den Sieg im Schlussanstieg noch einen zusätzlichen Effort leisten, denn Flückiger hatte den Anschluss nochmals geschafft.

Heimspiel für Indergand

«Ich konnte ihn schliesslich im letzten Aufstieg hinter mir lassen», freute sich Schurter, der sehr zufrieden war mit seiner Leistung: «Mental ist dieser Sieg sehr wichtig für das anstehende erste Weltcup-Rennen der Saison in knapp zwei Wochen in Deutschland.»

Mathias Flückiger bedauerte zwar, dass er die Lücke zu Nino Schurter nicht mehr schliessen konnte. Immerhin blieb ihm als Trost, dass er die Führung im Swiss Bike Cup übernehmen konnte dank des zweiten Platzes.

Gross war die Freude beim Dritten auf dem Podest, dem Schönenwerder Reto Indergand: «Das war ein sehr cooles Rennen vor so vielen Zuschauern.» Indergand bezeichnete den Auftritt an den Bike Days in Solothurn als Heimspiel. «Weil es der Hauptort unseres Kantons ist und natürlich auch, weil mein BMC aus Grenchen kommt.»

Zum Rennverlauf meinte der Niederämter: «Der entscheidende Angriff von Schurter war brutal. Das war Weltklasse, ich hatte keine Chance.» Der zweitbeste Solothurner in der Endabrechnung war Manuel Fasnacht aus Gretzenbach. Auf Platz 14 verlor Fasnacht 4 Minuten und 27 Sekunden auf Gewinner Schurter.

Bei den U23-Fahrern konnte Vital Albin vom Bike Team Solothurn seinen ersten Saisonsieg verbuchen. «Ich hatte am Anfang des Rennens etwas Mühe, danach lief es mir aber immer besser», kommentierte Albin seinen Auftritt. Teamkollege Nick Burki (Derendingen) führte das Rennen lange Zeit an und nahm die letzte Runde noch als Zweiter in Angriff. Dann wurde er aber von einem Defekt ausgebremst und fiel auf den 13. Platz zurück.

Drei Schweizerinnen geschlagen

Im Elite-Rennen der Frauen feierte die Deutsche Elisabeth Brandau einen souveränen Sieg. «Ich bin zum ersten Mal in Solothurn gestartet», freute sich die Fahrerin aus der Nähe von Stuttgart.

«Die Strecke mit der langen Bergauf-Passage kam mir sehr entgegen. Dort landete ich auch den entscheidenden Angriff, meine Konkurrentinnen fuhren nämlich vor allem sehr schnell bergab.» Neben Brandau aufs Podest gesellten sich die beiden jungen Schweizerinnen Alexandra Keller und Ramona Forchini.

Vierte wurde Linda Indergand. Die Leaderin im Gesamtklassement des Swiss Bike Cup ist weiterhin Alexandra Keller. Die ehemalige Juniorinnen-Weltmeisterin aus Nidwalden hatte die ersten beiden Rennen in Tamaro und Schaan für sich entschieden. Da konnte sie mit dem zweiten Platz in Solothurn sehr gut leben.

Aktuelle Nachrichten