Volleyball

Schönenwerd fährt ohne Satzverlust ersten Sieg ein

Jubelstürme bei den Schönenwerdern nach Startsieg.

Jubelstürme bei den Schönenwerdern nach Startsieg.

Niederämter setzen sich zum Auftakt der NLA-Playoffs zu Hause gegen Einsiedeln diskussionslos mit 3:0 durch. Jordan Richards mit 17 Punkten Schönenwerds bester Skorer.

Der Start ist geglückt: Schönenwerd gewinnt am ersten Spieltag der Pre-Playoffs, der Runde der besten sechs Teams der Schweiz, gegen Einsiedeln mit 3:0. Trainer Nik Buser hatte nach dem Match nur wenig zu bemängeln: „Mit dem Resultate bin ich sehr zufrieden.“ Er habe in den ersten beiden Sätzen von beiden Teams hervorragendes Volleyball gesehen. „Einsiedeln hat gut serviert und stand sicher in der Annahme. Am Ende gingen ihnen aber die Kräfte aus.“

Zwei souveräne Sätze

Buser musste zum Playoff-Auftakt auf die zwei Verletzten Cody Kessel und Simon Hofstede verzichten. Topskorer Jan Schnider, Jordan Richards und Leandro Gerber bildeten das Angriffs-Trio. In der Mitte spielten Christoph Hänggi und Christopher Frame, am Pass Reto Giger und als Libero Julian Fischer. Schönenwerd begann furios und holte sich mit Schnider am Service gleich die ersten drei Punkte der Partie. Zuspieler Giger variierte gut, und die Gastgeber konnten so über alle Positionen punkten. Der Aussenseiter Einsiedeln blieb dran, doch „Schöni“ steigerte das Tempo ab Satzmitte noch einmal merklich. Mit zwei Blocks in Serie zum 18:14 sorgte Richards für den vorentscheidenden Vorsprung. Mit sieben Punkten war der Australier im ersten Satz der beste Skorer – Schnider mit sechs, Gerber mit fünf Punkten.

Auch im zweiten Satz hielten die Schwyzer bis zur Hälfte mit, dann legte Schönenwerd wieder zu. Mit einem Service-Winner von Schnider und einem Punkt von Gerber stellte das Heimteam auf 20:16. Dank zwei Blocks von Hänggi sowie Gerbers zehntem Punkt des Spiels erhöhte „Schöni“ wenig später auf 24:17. Leon Dervisaj stand bei diesen drei Punkten am Service, der Passeur Nummer zwei sollte später noch einmal brillieren. Wie schon der erste, endete auch der zweite Durchgang mit einem 25:20 für die Gastgeber.

Fehlerorgie und Aufholjagd

Im dritten Satz lieferten die Schönenwerder ihrem Coach dann doch noch einen Grund zur Kritik: „Nach den beiden souveränen Sätzen hatten wir am Anfang des dritten etwas Mühe. Das darf man, aber gleich so viele Fehler sollten es dann doch nicht sein.“ Einsiedeln ging mit einer 8:4-Führung ins erste Technische Timeout. „Zwei Punkte kamen von ihnen, die anderen sechs haben wir ihnen mit Fehlern geschenkt“, ärgerte sich Buser. Immerhin konnte sein Team jetzt Kämpferqualität beweisen. Zwar lag Einsiedeln zwischenzeitlich mit fünf Punkten vorne (14:9), doch insgesamt war das Spiel der Gäste zu berechenbar. Blocks von Hänggi zum 11:14 und Giger zum 14:16 brachten Schönenwerd wieder ran. Die Führung der Gäste hielt aber trotzdem bis zum 23:21 aus ihrer Sicht. Dann kam wie schon im zweiten Satz Dervisaj an den Aufschlag und holte die Kohlen aus dem Feuer. Ein Block von Frame und ein Schnider-Kracher, und es stand 23:23. Jetzt flatterten beim Aussenseiter endgültig die Nerven, Schnüriger drosch den nächsten Angriff weit nebens Feld, was Matchball für Schönenwerd bedeutete. Diesen verwertet Frame mit einem weiteren Block zum 25:23.

Neu auf Platz drei

Die anderen beiden Partien des ersten Playoff-Spieltags endeten mit Überraschungen: Amriswil schlug Lugano, den Schweizer Meister der letzten drei Jahre, daheim gleich mit 3:0. Näfels gewann beim amtierenden Cup- und Quali-Sieger Lausanne mit 3:2. Davon profitierten die Schönenwerder, die an Näfels und Lugano vorbei auf den dritten Platz zogen. Am nächsten Samstag steht für die Niederämter das Gastspiel in Näfels auf dem Programm.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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