Zuchwil
Remo Schlapbach bringt Farbe ins Spiel

Mit den SCL Tigers war Remo Schlapbach zuletzt in die NLA aufgestiegen. Nun ist er in Zuchwil Regios Offensive tätig.

Michael Schenk
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Remo Schlapbach mag bunte Süssigkeiten.

Remo Schlapbach mag bunte Süssigkeiten.

Viermal spielte er bisher in der NLA, 135-mal in der NLB. Mit den SCL Tigers stieg der Langnauer Remo Schlapbach letzte Saison in die NLA auf. Herb enttäuscht war er, als die Emmentaler die NLA-Zukunft ohne den»eigenen» Sohn planten. «Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass das spurlos an mir vorbeiging.» Wessen Urlangnauers innigster Wunsch ist es nicht, einmal den Tiger in der Belle-Etage des Schweizer Eishockeys auf der Brust zu tragen. Das Ziel des 23-jährigen Jus-Studenten bleibt darum die Rückkehr in die Nationalliga.

Der Goalie hat geholfen

Dass Remo Schlapbach, der mit Patrick Marof von Ligakonkurrent Wiki-Münsingen in einer WG im Berner Neufeld-Quartier wohnt, jetzt für Zuchwil Regio stürmt, ist auch die Folge einer Verkettung unglücklicher Umstände. Freilich zum Glück für Zuchwil-Regio. Vom B-Ligisten Ajoie hatte der frühere Junioren-Internationale im August bereits eine Zusage erhalten. «Plötzlich herrschte indes Funkstille.» Aus der Zeitung habe er dann erfahren, dass die Jurassier anderweitig fündig geworden waren. Durch Zuchwil-Goalie Sandro Zaugg, mit dem Schlapbach seine Junioren-Zeit in Langnau verbrachte, wurde man dann aufeinander aufmerksam.

«Ich bereue es keine Sekunde, dass ich gekommen bin», sagt der Emmentaler. Zuchwil habe sich sofort um ihn bemüht. «Die Strukturen sind so professionell, dass sich manch ein B-Klub eine Scheibe davon abschneiden könnte.» Angefangen bei der Verpflegung, über den Off-Ice-Trainer bis hin zum Mentalcoach – es sei alles da, was sich ein Spieler wünsche.

Achterbahn-Hockey

Am liebsten würde der 23-Jährige Ende Saison wieder einen Pokal in die Höhe stemmen. «Möglich ist das», sagt Remo Schlapbach. Was die spielerische Klasse angeht, «ist sehr, sehr viel Potenzial vorhanden». Viele Akteure haben Nationalliga-Erfahrung. Bis dato allerdings bestach «Zuchu» eher mit Achterbahn-Hockey. Mal geht es steil aufwärts, und im nächsten Spiel Vollgas runter.

So vergeigte man gegen Brandis eine 3:0-Führung, gegen Thun unterlag man trotz Überlegenheit 3:4. Andererseits demontierte man jüngst Mitfavoriten Lyss mit 5:2. Man darf also gespannt sein, was am Samstag gegen Basel resultiert. «Wenn wir unsere Möglichkeiten aufs Eis bringen, brauchen wir uns nicht zu verstecken», ist Schlapbach überzeugt. Dem ist definitiv so – voll ausgefahren sind da ausreichend PS, um am Ende sogar den Meister-Pokal zu stemmen. In dieser Hinsicht hätte Remo Schlapbach nach der letzten Saison ja Übung.

Nächste Spiele Basel/KLH – Zuchwil Regio (Sa, 17.30, St. Jakob Arena). Zuchwil-Regio – Unterseen-Interlaken (Mi, 20.15, Sportzentrum). Ranglistenspitze 1. Thun 23. 2. Lyss 19. 3. Brandis 19. 4. Burgdorf 18. 5. Zuchwil-Regio 15. 6. Wiki-Münsingen 15. 7. Unterseen-Interlaken 12.

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