NLB
Olten gewinnt im Penaltyschiessen gegen Thurgau

Der EHC Olten kommt doch noch zum Sieg gegen Thurgau. Die Powermäuse können das Penaltyschiessen für sich entscheiden.

Marcel Kuchta (Text), Philipp von Arx (Liveticker)
Drucken
Teilen
Marco Truttmann trifft für Olten.

Marco Truttmann trifft für Olten.

TOPpictures/Andre Grossenbacher

Am Ende durften sie doch noch jubeln, die mitgereisten Fans des EHC Olten. Der starke EHCO-Goalie Dominic Nyffeler hatte sich im entscheidenden Penaltyschiessen nicht bezwingen lassen und ermöglichte so den 3:2-Sieg der Powermäuse in Weinfelden. Stefan Mäder und Martin Ulmer hatten ihre Versuche verwandelt und so die Basis für das Oltner Happy-end gelegt.

Überschwänglich gross war die Freude aufseiten der Mannschaft von Headcoach Maurizio Mansi allerdings nicht. Dazu gab es auch keinen Grund. Das Spiel gab keinerlei Anlass zu Euphorie. Die Oltner taten sich schon zum x-ten mal in dieser Saison äusserst schwer gegen einen Aussenseiter. Unerklärlich war auch diesmal das Nachlassen nach einem ordentlichen Auftritt im ersten Drittel, welches man mit 2:1 zu seinen Gunsten entschieden hatte. Im zweiten Abschnitt verloren die Oltner völlig den Faden und brachten kaum mehr eine gescheite Offensivaktion zustande. Sehr zum Leidwesen von Mansi, der seinen Spielern klare Anweisungen gegeben hatte: «Das erste Drittel war gut. Dann machten wir zwei Fehler, welche den Thurgauern die Tore ermöglichten. Danach sind wir zwar gelaufen, haben gekämpft, aber der Zug zum Tor fehlte völlig.»

Maurizio Mansis Frust

Dabei hatten Mansi und sein Assistent Chris Bartolone genau auf diesen Punkt in den Trainings der vergangenen Wochen grossen Wert gelegt: Schiessen und nachsetzen. Nicht einmal die Tatsache, dass der erste Treffer der Oltner genau aus so einer Konstellation entstand – Leonelli versenkte einen Abpraller –, überzeugte die EHCO-Spieler davon, es weiter auf diese Weise zu probieren. «Chris und ich können ja nicht selber aufs Eis. Die Jungs müssen das schon selber machen», zeigte sich Mansi leicht frustriert über die Unfähigkeit seiner Spieler, das Geforderte konsequent umzusetzen.

Wenig hilfreich war aufseiten der Oltner, dass Captain Stefan Hürlimann bereits nach sieben Minuten verletzt ausfiel. Er prallte nach einem Schubser von Thurgaus Verteidiger Glauser gefährlich in die Bande und erlitt durch das Visier seines eigenen Helms eine tiefe Schnittwunde unter dem Mund, welche mit acht Stichen genäht werden musste. Die sowieso schon neu formierten Sturmlinien harmonierten nun noch weniger. Verteidiger Reto Kobach wollte das allerdings nicht als Grund gelten lassen. Er forderte unmissverständlich: «Wir müssen wirklich langsam lernen, 60 Minuten lang unser bestes Hockey zu spielen. Bei uns haben zu viele Spieler immer mal wieder einen schlechten Abend – mich eingeschlossen.» Es ist also Vieles, wenn nicht Alles, eine Frage des Kopfs.

Noch haben die Oltner gut zwei Monate Zeit, bis die Playoffs beginnen. Langsam aber sicher müssen die Fortschritte erkennbar sein. Damit solche Spiele wie gegen Thurgau endlich der Vergangenheit angehören.

Der Liveticker zum Nachlesen:

Aktuelle Nachrichten