Laufsport
Martina Strähl am Passwang auf Rekordjagd

Morgen Samstag geht es in der Jura-Top-Tour auf den Passwang. Bei den Männern ist der Ausgang an der Spitze offen, bei den Frauen versucht die Wasserämterin Martina Strähl ihren im letzten Jahr «verbesserten» Rekord von 2009 zurückzuholen.

Manfred Dysli
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Ein gewohntes Bild: Martina Strähl aus Oekingen als Erste auf dem Berg – hier beim Grenchenberglauf 2012.

Ein gewohntes Bild: Martina Strähl aus Oekingen als Erste auf dem Berg – hier beim Grenchenberglauf 2012.

Hans Ulrich Mülchi

Morgen Samstag um 17 Uhr wird im Dorfzentrum in Mümliswil zum 19. Passwanglauf gestartet, dem vierten von acht Wertungsläufen in der Jura-Top-Tour 2013. Nachdem der Skiclub Mümliswil 16 Jahre lang für die Organisation verantwortlich war, ist nun der Turnverein Mümliswil zum dritten Mal als Veranstalter für den Laufanlass im Guldental zuständig. Die 10,4 km lange Strecke auf den Ober-Passwang weisst auf dem 2011 modifizierten Parcours 684 Steigungsmeter und 129 m Gefälle auf.

So gibt es seit der Regieübernahme durch den TV Mümliswil auch neue Streckenrekorde. Bei den Männern lief der italienische Spitzenbergläufer Gerd Frick vor Jahresfrist mit 43:47 Minuten einen neuen Streckenrekord. Bei den Frauen gilt die Zeit von 47:08 Minuten aus dem Jahre 2009 von Martina Strähl nicht mehr als Bestmarke, obschon die spätere Europameisterin Monika Fürholz 2012 mit 50:59 bedeutend mehr Zeit als die Oekingerin drei Jahre zuvor benötigte.

Ein Jahr nach dem EM-Ausscheidungslauf von Swiss Athletics am Passwang mit rund 470 Teilnehmern erwartet OK-Chef Ruedi Boner morgen Samstag rund 400 Laufbegeisterte am Start. Einerseits, weil der Lauf diesmal nicht als Selektionslauf gilt, anderseits wegen des unsicheren Wetters.

Die Ausgangslage ist vor allem bei den Männern sehr offen, da der letztjährige Gewinner Gerd Frick und der zweitklassierte Christian Mathys auf einen Start verzichten. Mathys setzt in diesem Jahr auf die Karte Marathon, wo er sich am 29. September in Berlin für die Heim-EM 2014 in Zürich qualifizieren möchte.

Bei den Frauen ist die Weltklasse-Bergläuferin Martina Strähl nach 2009 zum zweiten Mal am Passwanglauf mit von der Partie. «Vom Grand Prix Bern habe ich mich relativ gut erholt. Nur die zwei ersten Tage nach dem Rennen hatte ich noch etwas Muskelkater», sagt die Solothurner Topläuferin aus dem Wasseramt, die vor dem Weltcuprennen auf den Grand Ballon im Elsass am 2. Juni noch einmal ihre Form am Berg testen will. Mit der Baselbieterin Bettina Steiger trifft Strähl übrigens auf eine Teamkollegin der letztjährigen Berglauf-WM in Ponte Legno, wo sie zusammen die Bronzemedaille in der Teamwertung für die Schweiz gewonnen haben. Auch am Start ist die Berner Oberländerin Corinne Zeller und die Laupersdorferin Petra Eggenschwiler, die im Vorjahr als Dritte am Passwang überrascht hatte.

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