Faustball
Keine Punkte für die Faustballer von Neuendorf beim Heimturnier

Der Nationalliga B-Tross machte am Wochenende Halt in Neuendorf. Die Hallenfaustballer spielten die erste Runde der Saison. Die zweite Mannschaft von Oberentfelden gewann alle drei Spiele, die Neuendorfer mussten sich zweimal geschlagen geben.

Hans Peter Schläfli
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Hallenfaustball Neuendorf
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Hallenfaustball NLB 1. Runde Neuendorf - Olten
Der Oltner Marco Campgotto legt den Ball für Bestrim Ajeti auf.
An der Schnur kämpfen Neuendorfs Jevin Nützi (links) und Oltens Bestrim Ajeti um den Ball.
Der Neuendörfer Dominik Zeltner kämpft mit Oltens Captain Thomas Gysin um den Ball.

Hallenfaustball Neuendorf

Hans Peter Schläfli

Hallenfaustball ist etwas gewöhnungsbedürftig – aber dank den Kampfszenen an der Schnur durchaus attraktiv. Am Sonntag zeigte sich beim ersten Spieltag der Nationalliga B (Westgruppe) in Neuendorf wieder einmal, dass selbst in dieser breiten Halle das Team im Nachteil ist, welches den Service ausführen muss. Auf dem ebenen Hallenboden ist es nach einer gelungenen ersten Annahme viel einfacher als auf Rasen, den Ball präzise vorne an die Schnur zu spielen. Und weil vor allem seitlich der Auslauf fehlt, braucht es eine andere Taktik, um gegen den schlagenden Angreifer überhaupt eine Chance zu haben. So wird in der Halle immer mehr mit einem Block verteidigt, was zu spektakulären Zweikämpfen an der Schnur führt.

Der Start hätte für die beiden Solothurner Teams nicht unterschiedlicher ausfallen können: Olten gewann am Sonntagmorgen souverän 3:0 gegen Tecknau während Neuendorf gegen Oberentfeldens zweite Mannschaft mit 0:3 chancenlos blieb.

Neuendorf noch ohne Punkte

Trotzdem wurde das Derby mit Spannung erwartet. Für Olten sprach die grössere Routine, während das stark verjüngte Neuendorf auf den Heimvorteil bauen durfte. Dass sich die eingespielteren Oltner (Durchschnittsalter 25 Jahre) gleich mit 3:0 durchsetzten, täuscht etwas darüber hinweg, dass die Jungs aus Neuendorf (Durchschnittsalter 19 Jahre) zumindest den dritten Satz hätten gewinnen können.

Aber so liegt Neuendorf nach dem Heimspieltag ohne Punkte am Tabellenende, einzig noch vor Tecknau, das sogar dreimal verlor. «Wir wollen jetzt aber nicht vom Abstieg reden, denn es sind nur kleine Dinge, die wir verbessern müssen», analysierte Captain Yanik Nützi nach der Niederlage gegen Olten. Dass es hart wird sei zu erwarten gewesen. «Wir sind im Umbruch, haben viele Junge nachgezogen und müssen uns jetzt zu erst als Mannschaft finden. Wir werden jetzt die Woche mit guten Trainings nutzen und unser Positionsspiel verbessern.»

Weiter geht es nämlich bereits am nächsten Sonntag mit dem zweiten Spieltag in Schlieren, und dann wird Neuendorf vor allem das Zitterspiel gegen Tecknau gewinnen müssen, um im Kampf gegen den Abstieg bestehen zu können.

Zufriedene Oltner

«Wir konnten konstant dem Gegner unser Spiel aufzwingen», freute sich Oltens Captain Thomas Gysin über die guten Leistungen und die vier Punkte vor dem letzten Match gegen Vordemwald. «Wir möchten gerne die Finalrunde um den Aufstieg erreichen», war Gysin optimistisch. Doch dann kam auch seine Mannschaft nicht ganz ungeschoren davon. Vordemwald, das als direkter Konkurrent eingestuft werden muss, stutzte die Ambitionen der Oltner deutlich zurück, indem die Aargauer verdient 3:1 gewannen und auf den zweiten Platz vorrückten.

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