Streethockey
Grenchen-Limpachtal will heute die Oberwil Rebells schlagen

Im Schweizer Streethockey Cup-Final trifft Grenchen-Limpachtal heute auf die Oberwil Rebells. Anpfiff ist um 17 Uhr in der MUR-Halle in Thun.

Janine Müller
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Immer wieder Grenchen (Stefan Kunz, l.) gegen die Rebells. Archiv/Bieri

Immer wieder Grenchen (Stefan Kunz, l.) gegen die Rebells. Archiv/Bieri

Mit Grenchen-Limpachtal und den Oberwil Rebells stehen sich heute im Cupfinal die zwei Teams gegenüber, die auch in der NLA nach der Qualifikation die ersten beiden Plätze unter sich ausmachten. Wie so oft in letzter Zeit musste Grenchen den Innerschweizern den Vortritt lassen und beendete die Qualifikation auf Platz zwei. Grenchen gegen die Oberwil Rebells ist der Streethockey-Klassiker der letzten Jahre schlechthin.

Ärgerlich für die Grenchner ist nur, dass die Zuger in den entscheidenden Spielen jeweils das bessere Ende für sich behielten. Vor einem Jahr bedeuteten die Rebells das Ende im Playoff-Halbfinal (2:1 Endstand), vor zwei Jahren scheiterten die Grenchner erst im Playoff-Final an den Oberwilern (2:0 Endstand). Ebenfalls vor zwei Jahren standen sich die beiden Teams im Cupfinal gegenüber. 45 Minuten vor Schluss führten die Grenchner mit zwei Toren Vorsprung. Dass sie dann doch 6:8 verloren, hat Trainer Simon Kunz bis heute nicht vergessen.

Extra nach Thun gereist

Nun stehen sich die beiden NLATeams heute im Cupfinal erneut gegenüber. Die Devise für die Solothurner ist klar: Der Fluch muss heute gebrochen werden. Die Vorzeichen, dass es diesmal gelingen könnte, standen gemäss Kunz noch nie so gut wie in diesem Jahr. Mit dem 12:3-Sieg im ersten Playoff-Viertelfinal gegen Bonstetten-Wettswil hat die Kunz-Truppe zusätzlich Selbstvertrauen getankt. «Wir haben ein ausgeglichenes Team. Alle drei Linien spielen gleich stark und wir haben intensiv an unserem Überzahlspiel gearbeitet, was sich gelohnt hat», beschreibt Kunz die Stärken seines Teams.

Auch konditionell und läuferisch legten die Grenchner auf diese Saison hin nochmals einen Zacken zu. Ein Sieg in einem entscheidenden Spiel gegen Oberwil – die bereits zum achten Mal in Folge im Cup-Final stehen – scheint also in die Nähe gerückt zu sein. «Dieses Mal wollen wir nicht den Kürzeren ziehen», stellt Kunz klar. «Bis jetzt konnten wir die Oberwiler immer einmal pro Saison schlagen. Der Zeitpunkt ist da, auch in einem wichtigen Spiel gegen sie zu gewinnen. Irgendwann sind sie fällig.» Dem Zufall wollen die Grenchner nichts überlassen. Gestern am Karfreitag reisten sie extra für ein Training nach Thun in die MUR-Halle, um sich an die Boden-Unterlage zu gewöhnen.

Vorbereitung spezial

Denn auf Parkett wird das Spiel einiges schneller und die Gegner sind dies gewohnt. Ein Hindernis sollte der Boden für Grenchen aber nicht darstellen. Kunz hat sein Team nicht nur taktisch auf das Spiel vorbereitet, sondern auch mental, um den Fluch zu brechen. «Wir müssen im Kopf bereit sein, dann ist alles möglich», ist sich Kunz sicher. «Die Spieler werden alles geben und kämpfen bis zum Schluss – und so holen wir uns den Cup.»

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