Pferdesport
Global-Champions-Tour-Final ohne Schwizer

Pius Schwizer verzichtet auf den mit 1,7 Millionen Euro dotierten Final in der Global Champions Tour am Wochenende in Doha (Katar). Grund dafür ist der geplante Verkauf seines Spitzenpferds Sixtine de Vains.

Cedric Heer
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Pius Schwizer mit Sixtine de Vains beim dritten Platz in Helsinki.

Pius Schwizer mit Sixtine de Vains beim dritten Platz in Helsinki.

ZVG/www.hauri-pferde.ch

Pius Schwizer verzichtet auf den mit 1,7 Millionen Euro dotierten Final in der Global Champions Tour am Wochenende in Doha (Katar). Seine achtjährige Spitzen-Stute Sixtine de Vains steht zum Verkauf. Ein Angebot vom Briten Ben Maher, der aktuellen Nummer vierzehn der Springreiter-Weltrangliste, ist bereits eingegangen.

Das im Besitz von Max Hauri stehende Spitzenpferd, mit dem Schwizer unter anderem vor drei Wochen Platz 3 im Weltcupspringen in Helsinki belegte, befindet sich derzeit noch auf Schwizers Hof in Oensingen. Entgegen vieler Berichte, sei der Verkauf des Pferdes noch nicht abgeschlossen und die Meldung daher "eine Frechheit", wie Schwizer dies formulierte.

Dementsprechend verärgtert gab sich der 52-jährige Oensinger auf die Nachfrage: "Das Pferd ist noch nicht verkauft und ist noch auf meinem Hof." Dies bestätigt auch Max Hauri, in dessen Besitz die achtjährige braune Franzosenstute ist. Über den unglücklichen Zeitpunkt sagt Hauri: "Wenn ein geeignetes Angebot kommt, muss man das auch annehmen."

Auf seiner Homepage lässt der Solothurner folgendes verlauten: „Ich bedaure den geplanten Verkauf des Pferdes, mit dem ich schöne Erfolge erzielt habe und das mir tolle sportliche Perspektiven bot“, sagt Pius Schwizer. „Aber ich muss nach vorne schauen, in der Hoffnung, die entstehende Lücke in meinem Pferdebestand bald wieder füllen zu können."

Guerdat und Richard im Final

So wird die Schweiz im Final in Doha nurmehr mit Olympiasieger Steve Guerdat mit Nasa und Jane Richard Philips mit Pablo de Virton vertreten sein. Am Samstagnachmittag steigt der mit 540'000 Franken dotierte Grand Prix, in dem auch die mit 1,14 Millionen Franken ausgeschriebene Gesamtwertung entschieden wird.

Das Zwischenklassement vor dem Final führt der vierfache Olympiasieger Ludger Beerbaum aus Deutschland mit 242 Punkten vor dem Weltranglisten-Ersten und Tour-Vorjahressieger Scott Brash (230) aus Schottland und dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson (210) an. Beerbaum wird sein WM-Pferd, die elfjährige Schimmelstute Chiara, reiten. Brash sattelt seinen bewährten zwölfjährigen Wallach Hello Sanctos, und Rolf-Göran Bengtsson setzt auf seinen 15-jährigen Hengst Casall.

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