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Entscheidung in zwei Minuten: Laupersdorf lässt daheim nichts anbrennen

Laupersdorf gewinnt zu Hause gegen die Razorbacks aus Zug mit 7:4. Keine 24 Stunden später lässt der NLA-Zweite gegen Rüschlikon den zweiten Sieg folgen. Doch: In beiden Spielen liess man die Gegner trotz hoher Führung noch gefährlich herankommen.

Hans Peter Schläfli
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Der Laupersdörfer Adrian Gerber versucht es gegen Zug-Freiamt mit einem «Buebetrickli».Hans Peter Schläfli

Der Laupersdörfer Adrian Gerber versucht es gegen Zug-Freiamt mit einem «Buebetrickli».Hans Peter Schläfli

Es war für Laupersdorf nach dem eher verhaltenen Start in die Saison ein wegweisendes Spiel: Ein Sieg gegen die Zuger Razorbacks wäre ein grosser Schritt in Richtung NLA-Playoffs, bei einer Niederlage würde die Lage nochmals kritisch werden. Und so begannen die Solothurner nervös und alles andere als souverän. Die Razorbacks dominierten die ersten zehn Minuten und gingen verdient mit 0:1 in Führung.

Wie aus dem nichts glich Laupersdorf gleich mit der ersten Torchance aus. Und dann folgten zwei Minuten, die es wahrlich in sich hatten: Jeder Schuss war ein Torerfolg, und nach einer Viertelstunde stand es 5:1. Zum einen war da die hundertprozentige Chancenauswertung der Gastgeber, zum anderen muss aber auch erwähnt werden, dass der Zuger Goalie nicht immer auf der Höhe seiner Aufgabe war.

«In dieser Phase hatten wir etwas Glück, alles lief für uns», analysierte Spielertrainer Roger Ackermann die erste Halbzeit. Mit dem 6:1 schien der Match entschieden, und da tat auch das 6:2 kurz vor der Pause nicht weh. Das 6:3 hätte dann aber ein Weckruf sein sollen, denn die Zuger überzeugten mit einem unwiderstehlichen Powerplay. Trotzdem nahmen die Solothurner weitere unnötige Strafen und die Razorbacks verkürzten in der Folge auf 6:4. «Die Mannschaft befolgte meine Anweisungen nicht», kritisierte Ackermann, «wir wollten eigentlich das Spiel kontrollieren und sorgfältig von hinten heraus aufbauen.» So hätte man die Zuger, die nur mit zwei Blöcken angetreten waren, ins Leere laufen lassen können, bis diese müde waren. «Aber wir holten dumme Strafen, obwohl wir wussten, dass sie ein starkes Powerplay spielen.»

Als dann in der 44. Minute Topskorer Nicola Di Santo mit seiner geschmeidigen, eleganten Art über das ganze Feld kurvte, aber alleine vor dem Tor versagte, fragte man sich schon, ob sich solche Nachlässigkeiten am Ende nicht doch noch rächen würden. Aber da hatte Laupersdorf mit Goalie Silvan Eggenschwiler ja noch einen sicheren Wert zwischen den Pfosten. Er hielt alles, was zu halten war, und so zerrann die Zeit. Als die Zuger ohne Goalie alles riskierten, traf Tobias Lüthi noch ins leere Tor zum 7:4.

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