Eishockey
Ein wichtiger Sieg Langenthals

Kurz war die Erholungsphase nach der 3:7-Niederlage der Langenthalerinnen beim Ladies Team Lugano. Trotzdem besiegte der DHC Langenthal in der LKA Reinach mit 5:3.

Pius Rüegger
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Langenthals Goalie Lolita Andrisevska brachte die Reinacherinnen immer wieder zum Verzweifeln. mbg

Langenthals Goalie Lolita Andrisevska brachte die Reinacherinnen immer wieder zum Verzweifeln. mbg

Solothurner Zeitung

Das Team kehrte erst am Sonntag um 02.20 Uhr aus dem Tessin zurück. Trotzdem liessen die Oberaargauerinnen am Sonntagabend gegen Reinach keine Müdigkeit aufkommen. «Das Team zu motivieren war schwierig», sagte DHCL-Coach Hans Brechbühler. Und er ergänzte: «Dieser Sieg war für uns sehr wichtig, zumal wir in Lugano nicht schlecht gespielt haben.» In der Südschweiz standen ihm nur drei Verteidigerinnen und sechs Stürmerinnen zur Verfügung. Es fehlten Stephanie Kamber und Manuela Buri. Auch gegen Reinach standen nach dem Ausfall von Heidi Stalder (Autopanne bei der Anreise) nur zwei Blocks auf dem Eis.

Dank schnellen Flügel läuferisch stark

Gleich zu Beginn nahmen die Einheimischen das Heft in die Hand. Mit ihrer defensiven Organisation liessen sie die Aargauerinnen nie ins Spiel kommen. «Wir haben gute und schnelle Flügel und sind läuferisch stark», verweist Brechbühler auf die Pluspunkte. Seine Frauen nützten mit frühen Toren in den ersten beiden Dritteln ihre Power durch Koka (5.) und Steck (23.) zur beruhigenden 2:0-Führung. Nach dem zweiten der drei Treffer von Koka (27.) nahm Reinach ein Time-out. Mit der Umstellung auf zwei Linien konnten die Oberwynentalerinnen nur kurz profitieren. Das 3:1 durch Heiz in der 35. Minute löste keine Nachhaltigkeit aus. Den vierten Langenthaler Treffer durch Thalmann (47.) konterten die Reinacherinnen durch Barmettler (52.), aber das 5:2 durch Koka beendete ihre Hoffnungen. Das Stochertor zum 5:3-Endstand durch Stiefel acht Sekunden vor Schluss kam für sie zu spät.

Einstieg gelang planmässig

Mit einer stark veränderten Frauschaft stieg der DHC Langenthal in die neue Saison – mit dem Ziel, einen der vier Playoff-Plätze zu erreichen. Ausser der 4:5-Auswärtsniederlage bei Aufsteiger Université Neuchâtel gelang der Einstieg planmässig. Im Kader galt es Andrea Fischer (Bomo Thun) und Dominique Slongo (Reinach) zu ersetzen. Neu in den Oberaargau zogen die lettischen Nationalspielerinnen Lolita Andrisevska (35, Torfrau) und Iveta Koka (29, Stürmerin) sowie Jenna-Stéphanie Layat (Villars) und Stephanie Kamber (Zunzgen-Sissach). «Wir wollen diese rasch integrieren und mit unserer Freude anstecken, denn die Freude ist unser Zahltag», sagte Brechbühler. Allerdings sind die Trainingsvoraussetzungen nach der Schliessung der Halle in Huttwil keineswegs optimal. «Wir können erst ab 22 Uhr trainieren und dies macht es vor allem für unsere jungen Spielerinnen schwierig», bedauert Brechbühler.

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