Unihockey
Ein Abend für Geniesser feiner Unihockeykost

Wiler-Ersigen bezwingt Malans nach Verlängerung 8:7. Topskorer Isaac Rosén war es, der für den umjubelten 8:7-Siegtreffer für die Platzherren sorgte.

Daniel Weissenbrunner
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Wiler Isaac Rosen (re) gegen Malans Vojtech Skalik. Marcel Bieri

Wiler Isaac Rosen (re) gegen Malans Vojtech Skalik. Marcel Bieri

Marcel Bieri

Akseli Ahtainen nahm sich Remo Buchli zur Brust. Gleich danach war Sandro Dominioni dran. Der Malanser Trainer redete auf seine Spieler vehement ein. Es sollte nicht das einzige Mal an diesem Abend sein. Der Finne war mit der Einstellung seiner Spieler alles andere als zufrieden. Die deutlichen Worte verfehlten zunächst ihre Wirkung. Wenige Sekunden später zog Isaac Rosén los und bediente Kevin Steffen mustergültig. 3:0 stand es für Wiler-Ersigen, den Cupsieger gegen den amtierenden Meister.

Der Auftakt in die Partie erstaunte insofern, weil der Wiler-Coach Johan Schönbeck seine Linie erneut durcheinanderwirbelten musste. Christoph Hofbauer, der am Samstag gegen Grünenmatt grossen Anteil am Erfolg hatte, wurde vorerst geschont. Daneben fehlte erneut Simon Bichsel. Der Verteidiger erlitt beim Sturz mit dem Fahrrad eine Gehirnerschütterung und benötigt vorläufig Ruhe. Mehr konnte Bichsels Mutter Madeleine nicht berichten. Ihr Sohn hätte am Spiel seiner Teamkollegen überweite Strecke seine helle Freude gehabt. Dave Wittwer vertrat ihn in im ersten Block tadellos. Ganz anders die Malanser: Akseli Ahtinen sah sich nach dem ersten Abschnitt zu einer Reaktion gezwungen. Er opferte als erste Massnahme seinen Torhüter. David Holenstein musste Martin Hitz Platz machen. Zudem verordnete seinem Team ein aggresives Pressing, womit die Wiler ihre liebe Mühe bekundeten und die Partie sich allmählich ausglich. Den Zuschauern in der Grossmatt-Halle in Kirchberg konnte es recht sein. Sie bekamen eine attraktive Partie mit vielen Torszenen und Treffern serviert. Malans rückte den Wilern dabei immer näher, das Heimteam vermochte den Antsturm der Gäste vorerst abzuwehren. Seinen grossen Auftritt hatte dabei Deny Känzig. Das 17-jährige Eigengewächs erzielte sein erstes Tor Nationalliga A.

Packendes Finale Wiler stieg mit einem scheinbar beruhigenden Dreitore-Polster in den Schlussabschnitt. Doch die Malanser, die am Samstag in St. Gallen noch enttäuscht hatten, stemmten sich gegen die drohende Niederlage und so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der erst in der Verlängerung entschieden wurde.

Topskorer Isaac Rosén war es vorbehalten, den umjubelten 8:7-Siegtreffer für die Platzherren zu erzielen. Angetan von der Leistung seines Teams war Captain Matthias Hofbauer. «Wir haben eine grosse kämpferische Leistung gezeigt, die beweist, dass wir als Mannschaft funktionieren.»

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