Tennis
Drei Schweizer spielen noch um den Turniersieg am ITF Trimbach mit

Heute entscheidet sich am ITF Futures-Turnier Trimbach 2016, wer ins Halbfinale einzieht. Die Top-gesetzten Schweizer Tennisspieler Henri Laaksonen, Adrien Bossel und Yann Marti sind alle noch dabei. Für die Endrunden schafft das Organisationskomitee deshalb mehr Platz für die Zuschauer.

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ITF Trimbach, Tag 5
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Yann Marti hatte eine schwierige Aufgabe zu bewältigen. Trotzdem setzte er sich gegen Antoine Bellier durch.
Antoine Bellier verlangte Yann Marti alles ab.
Die Top-gesetzten Schweizer Laaksonen (im Bild), Bossel und Marti spielen alle noch um den Turniersieg mit.

ITF Trimbach, Tag 5

Fabio Baranzini

Anfang März werden Henri Laaksonen und Adrien Bossel im Davis Cup gegen Italien antreten. Schon heute sind sie in Trimbach am internationalen ITF-Turnier zu sehen. Damit möglichst viele Tennisbegeisterte aus der Region die Spitzenspiele live vor Ort verfolgen können, wird für das Halbfinale und das Finale eine eigene Tribüne aufgestellt. Am Freitag und Samstag finden die Entscheidungen statt.

Schwierige Aufgabe für Marti

Yann Marti hatte zuvor eine schwierige Aufgabe zu bewältigen. Sein junger Landsmann Antoine Bellier ging hochmotiviert in das Match gegen den Nationalliga A-Champion vom TC Froburg. Kein Wunder: Der Schweizer Teamcaptain Severin Lüthi hatte ihn am Vortag persönlich in Trimbach beobachtet und daraufhin am Mittwoch offiziell für den Davis Cup gegen Italien nominiert. Doch das 19-jährige Talent hatte sicher schon am Vortag das Signal dafür bekommen.

Mit diesem Rückenwind ging Bellier sogleich mit Break in Führung. Fast schon ein Statement. Nach 2:0-Vorsprung gönnte Yann Marti dem jungen Genfer allerdings in den darauffolgenden zwei Aufschlagspielen nur einen Punkt, so dass ein ausgeglichener erster Satz resultierte, der in den Tie Break mündete. Jetzt machte Bellier in etwas ungestümer Manier die entscheidenden Fehler, so dass sein erfahrener Kontrahent keine Mühe mehr hatte, den Satz in trockene Tücher zu bringen.

Danach war für Marti der Bann gebrochen. Er brachte das Match souverän über die Bühne, alle seine Aufschlagspiele im zweiten Satz glatt durch. Bellier bemühte sich zwar, Druck zu machen. Dabei ging er aber ein ums andere Mal überhastet vor und spielte mit seinen Fehlern Marti in die Karten. Der Favorit hatte nun keine Probleme mehr und gewann mit 7:6 und 6:2.

Zittern für die Turnierfavoriten

Die anderen Aspiranten auf den Titel mussten kämpfen. Adrien Bossel wurde vom Deutschen Marvin Netuschil zweimal in den Tie Break gezwungen, ehe er mit 7:6, 7:6 ins Viertelfinale einzog. Henri Laaksonen tat sich leichter und konnte seinem Gegner Hugo Nys aus Frankreich jeweils früh in beiden Sätzen ein Aufschlagspiel abnehmen. Das reichte, um mit 6:4 und 6:4 als Sieger vom Platz zu gehen.

Dagegen wurde die Nummer 6 der Setzliste, der 20-jährige Daniil Medvedev aus Russland, vom erst 17-jährigen Daniel Altmaier richtig gefordert. Obwohl in der Weltrangliste fast 500 Plätze tiefer eingestuft, brachte der Deutsche den Favoriten an den Rand einer Niederlage. Medvedev konnte sich mit 6:2, 2:6 und 6:4 aus der Affäre ziehen. Die Nummer drei der Setzliste, Uladzimir Ignatik, schaffte das nicht. Der Weissrusse musste sich Enzo Coucacaud aus Frankreich geschlagen geben.

Erstrunden-Überraschung Sandro Ehrat aus der Schweiz konnte nach dem Auftaktsieg gegen die Nummer zwei der Setzliste nicht an seine Bestleistung anknüpfen. Trotz schlechterem Weltranglistenplatz gewann der Niederländer Niels Lootsma mit 1:6, 6:3 und 6:4.

Das Viertelfinale im Überblick: Kevin Krawietz (GER) gegen Niels Lootsma (NED) um 13 Uhr; Adrien Bossel gegen Enzo Coucacaud (FRA) im Anschluss; Henri Laaksonen gegen Daniil Medvedev (RUS) um etwa 16 Uhr, Yann Marti gegen Ilya Ivashka (BLR) im Anschluss.

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