Mountainbike
Die Pedalen-Festspiele in Solothurn sind lanciert

Mit den Eliminator-Rennen wurden die dreitägigen Bike Days eingeläutet. Bei den Männern setzt sich Patrick Lüthi in einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Vorjahressieger Marcel Wildhaber durch, bei den Frauen siegte Favorition Eva Lechner.

Jonas Burch
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Eliminator-Rennen an den Bike Days
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Eva Lechner dominierte das Frauenrennen souverän.
Nathalie Schneitter gewann immerhin den kleinen Final.
Patrick Lüthi behielt am Ende das bessere Ende für sich.
Patrick Lüthi (links) gewann hauchdünn vor Marcel Wildhaber.

Eliminator-Rennen an den Bike Days

Hans Peter Schläfli

Es war ein lockerer Auftakt ins Solothurner Velo-Festival. Spässchen unter den Konkurrenten, erste Formtests, sportliche Wettkämpfe. Bei den Eliminator-Rennen traten die Grössen des lokalen und nationalen Mountainbike-Sports erstmals an diesem Wochenende in die Pedalen. Es war ein Angewöhnen für die Elite-Rennen, welche heute über die Bühne gehen.

Ohne Schurter und Absalon

Entsprechend schonend setzten die Fahrerinnen und Fahrer ihre Kräfte ein – die Favoriten Nino Schurter und der Franzose Julien Absalon verzichteten gar auf die erste Standortbestimmung. Aus regionaler Sicht durfte man auf den Leimiswiler Lukas Flückiger und die Lommiswilerin Nathalie Schneitter gespannt sein.

Überhaupt nicht in die Gänge kam dabei Flückiger, der bereits im Vorlauf ausschied. Alles Taktik? Nach dem Rennen verzog sich der 30-Jährige schnell ins Hotel. Sein Team liess aber ausrichten: «Lukas ist zufrieden mit dem Wettkampf. Der grosse Angriff folgt noch.» Vor der Kür mit dem Elite-Rennen will wohl niemand zu viel riskieren. Einen Sieger musste es trotzdem geben: Patrick Lüthi setzte sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Vorjahressieger Marcel Wildhaber durch.

Schneitter mit kleinen Schritten

Im Frauen-Rennen verpasste auch Nathalie Schneitter den Final-Einzug deutlich. Als Trost entschied die 27-Jährige immerhin den kleinen Final mit grossem Abstand für sich. «Wärst du nur von Anfang an so gefahren», klopfte Schneitters Team-Chef der Lokalmatadorin auf die Schultern.

Die Solothurnerin ist aber einfach nur froh, endlich wieder in den Wettkampf-Rhythmus zurückzufinden. Anfang März zog sie sich eine hartnäckige Knie-Verletzung zu und fiel wochenlang aus. «Jetzt ist für mich jedes Rennen wichtig, um wieder zur alten Stärke zu kommen», sagt Schneitter.

Fan-Klub vor Ort

Umso schöner, wenn ein solches Rennwochenende quasi vor der Haustüre stattfindet. Heute steht sogar ihr Fan-Klub am Streckenrand und drückt «seiner» Nathalie die Daumen. Bezüglich Resultat im Elite-Rennen hält sich Schneitter aber bedeckt. «Vielleicht gelingt mir ja ein Exploit. Aber Favoriten sind andere.»

Allen voran ihre Teamkollegin und aktuelle Nummer 1 Eva Lechner, die bereits das Eliminator-Rennen mühelos für sich entschied. «Was, du hast gewonnen?», fragte Schneitter nach dem Final. «Ja», grinste Lechner. Ein Sinnbild für den Start-Tag in Solothurn, bei dem der eigentliche Sieger der Mountainbike-Sport war.

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