Turnen
Die KVKSO Solothurn will trotz ungünstiger Vorzeichen den Schwung nutzen

Die KVKSO Solothurn startet als Vizemeister in die Schweizer Mannschaftsmeisterschaften. Durch die Verletzung des Aushängeschilds Nils Haller und Rücktritten setzt sich das Team dieses Jahr zwar tiefere Ziele, anvisiert aber dennoch einen Podestplatz

Cedric Heer
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WM-Verzicht: Naticaptain Nils Haller plagen Schulterprobleme.

WM-Verzicht: Naticaptain Nils Haller plagen Schulterprobleme.

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Nach dem erfolgreichen Abschneiden an der Einzel-Schweizer-Meisterschaft der Solothurner Kunstturner steht am Wochenende der nächste Grossanlass an. In Olten kommt es zur Schweizer Mannschaftsmeisterschaft, wo die Solothurner als amtierender Vize-Meister antreten werden. «Zwar haben wir in diesem Jahr nicht die exakt gleichen Ziele wie im letzten Jahr, dennoch liebäugeln wir mit der Bronzemedaille.», sagt Cheftrainer Thomas Stüdeli.

Als Grund dafür gibt Stüdeli die Verletzung des Aushängeschilds Nils Haller an. Der Kapitän der Nationalmannschaft plagt sich mit einer langwierigen Schulterverletzung und konnte in dieser Saison noch keinen Wettkampf bestreiten. Zudem haben die letztjährigen Teammitglieder Danilo Corti und Philipp Friedli den Rücktritt gegeben, was die Ausgangslage gegenüber dem Serienmeister Aargau und den starken Zürchern zusätzlich erschwert.

Andere müssen vorangehen

Deshalb müssen in diesem Jahr andere in die Bresche springen. Angeführt wird das Team von Nils Haller, dem frischgebackenen Schweizermeister an den Ringen und Bronzemedaillengewinner am Pferd-Pauschen. An seiner Seite steht der erst 18-Jährige Benjamin Gischard, vor zwei Wochen dreifacher Medaillengewinner an der Schweizer Meisterschaften in Widen AG.

«Beide sind wieder fit. Simon wird an sechs Geräten turnen und Benjamin - hinsichtlich der Vorbereitung für die WM in China – an deren vier», sagt Trainer Stüdeli. «Ein weiteres heisses Eisen», wie es der Präsident der KVKSO Solothurn, Tino Ettorre, ausdrückt, ist David Fürst, der letztes Jahr den Schweizer-Meistertitel an den Ringen holen konnte. Komplettiert wird die Mannschaft durch Nachwuchsturner.

Wichtige taktische Überlegungen

Wichtig für den Erfolg an einer Mannschaftsmeisterschaft seien taktische Überlegungen. Eine Mannschaft besteht aus sechs Athleten, wovon jeweils vier an einem Gerät eingesetzt werden können und die besten drei Resultate in die Wertung kommen.

«Man muss sich überlegen, wen man an welchem Gerät einsetzten kann und wo die Unsicherheiten des Athleten liegen, um dann für eine bessere Ausführung eventuell die Schwierigkeit herabzusetzen», sagt Trainer Stüdeli, der die Mannschaft zusammen mit Nicu Pascu leiten wird. Präsident Ettorre konkretisiert: «Durch das Streichresultat können wir kalkulieren, wo wir mehr Risiko nehmen und wo keine Fehler passieren dürfen.»

Die zweite Mannschaft der Solothurner startet nach dem Aufstieg in der Nationalliga B, wo in diesem Jahr der Ligaerhalt realisiert werden soll. «Gerade für junge Athleten ist es wichtig, Erfahrungen sammeln zu können. Dies sei in der zweithöchsten Stärkeklasse natürlich gegeben», sagt Präsident Ettorre.

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